Erster ETF für Kuwait-Aktien

Die weißen Flecken auf der ETF-Weltkarte werden immer kleiner. Seit gestern notiert in Frankfurt der erste Kuwait-Aktien-ETF, aufgelegt von der jungen britischen ETF-Manufaktur HANetf. Vielleicht ein heißes Investment: "Kuwait ist ein Land mit enormen Potential", versichert Hector McNeil, co-CEO von HANetf. 

Das kann man durchaus so sehen. Kuwaits Wirtschaftskraft (BIP) ist bislang nur etwa ungefähr so groß wie Hamburgs oder des Sudans. Im vierten Quartal wuchs Kuwaits Wirtschaftsleistung mit einer Jahresrate von relativ bescheidenen zwei Prozent.

 

Da geht noch mehr, auch an der Börse: Die 13 Aktien im neuen KMEFIC FTSE Kuwait Equity ETF kommen zusammen auf einen Börsenwert von etwa 14,6 Milliarden Dollar. Das entspricht der Marktkapitalisierung von RWE.

 

KMEFIC FTSE Kuwait Equity UCITS ETF - Acc,

ISIN IE00BGPBVS44

Kosten p.a. 0,8 %

Neuer ETF für nachhaltige Unternehmensanleihen

Mit dem neuen Easy € Corp Bond SRI Fossil Free ETF von BNP Paribas investieren Anleger in Anleihen von Unternehmen, die unsere Umwelt mit vergleichsweise wenig CO2 Emissionen belasten. Der neue BNP-ETF bildet den MSCI Euro Corporate SRI Sustainable Reduced Fossil Fuel Index von Bloomberg Barclays ab. Dieser Index enthält etwa 400 Anleihen von europäischen Unternehmen mit guter Bonität ("Investment Grade") – allerdings kommen in den Index nur Anleihen von Unternehmen, die wenig oder gar keine fossilen Energieträger verwenden.

Mit dem nachhaltig orientierten Anleihen-ETF will BNP Paribas den Vorlieben seiner Kunden Rechnung tragen. "Unsere Investoren achten bei Anlagen in Anleiheindizes zunehmend auf ihren CO2-Fußabdruck", erklärt Claus Hecher, Head of Business Development ETF und Indexlösungen bei BNP Paribas Asset Management im deutschsprachigen Raum. 

 

Der Easy € Corp Bond SRI Fossil Free UCITS ETF setzt dabei auf Unternehmen mit guter Bonität, die darüber hinaus auch im ESG-Rating von MSCI mindestens ein Rating von mehr als BBB besitzen. Je größer allerdings der CO2-Fußabdruck des Unternehmens ist, desto niedriger wird es im Index gewichtet. Firmen, die die Grundsätze der UN-Initiative Global Compact nicht einhalten oder die in Bereichen wie Alkohol, Glücksspiel, Pornografie, Tabak, Kernkraft, genmanipulierten Organismen oder Waffen tätig sind, werden ganz ausgeschlossen. Der ETF (WKN: A2N8AD) schüttet die Erträge aus und läuft in Euro. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,20 Prozent per annum. 

Der erste Blockchain-ETF ist da

Invesco bringt jetzt einen ETF, mit dem Investoren auf Unternehmen setzen können, denen die Blockchain-Technologie neue Ertragspotenziale eröffnet. "Dieser ETF bietet Investoren Zugang zu Unternehmen, die schon heute profitabel wirtschaften, deren Aktien das zusätzliche Ertragspotenzial durch den Einsatz der Blockchain-Technologie aber noch nicht eingepreist haben”, erklärt Chris Mellor, der zuständige Produktmanager bei Invesco.

Der neue Invesco Elwood Global Blockchain UCITS ETF wurde in Kooperation mit Elwood Asset Management entwickelt, ein auf institutionelle Anlagelösungen im Bereich digitale Assets und Blockchain-Technologie spezialisiertes Unternehmen. „Die Blockchain-Technologie gibt es bereits seit zehn Jahren. Von vielen wird sie aber weiterhin nur mit Kryptowährungen in Verbindung gebracht. Dabei könnte ihr wahres Potenzial weit darüber hinaus reichen", erläutert Bin Ren, CEO von Elwood.  Insbesondere im Finanzdienstleistungssektor komme die Technologie bereits zum Einsatz, aber künftig auch in anderen Branchen. "Wir glauben, dass das Potenzial der Blockchain-Technologie immer noch deutlich unterschätzt wird – ähnlich wie beim Internet, bei dem sich die meisten anfangs nicht vorstellen konnten, zu was es neben dem E-Mail-Verkehr noch gut sein könnte”, sagt Ren.

 

Der Invesco Elwood Blockchain ETF soll die Wertentwicklung des Elwood Blockchain Global Equity Index durch die physische Replikation der Indexzusammensetzung abbilden. Der Index enthält Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern, die am Blockchain-Ökosystem partizipieren oder künftig partizipieren könnten. Er ist darauf ausgelegt, sich mit dem potenziellen Wachstum der Blockchain-Technologie weiterzuentwickeln.

 

Bislang enthält der Blockchain ETF  größtenteils aus Unternehmen, die sich in Bezug auf die Nutzung des Blockchain-Potenzials noch in der ‚Entwicklungs-‘ oder ‚Potenzial-Phase‘ befinden, also um Unternehmen, "die gut aufgestellt sind, um von den sich abzeichnenden Möglichkeiten für den Einsatz der Blockchain-Technologie zu profitieren". Mit der fortschreitenden Durchsetzung der Technologie dürften mittelfristig mehr Unternehmen mit direkten Blockchain-Erträgen im ETF zu finden sein. Die im ETF am stärksten vertretenen Branchen sind derzeit die IT mit einem Gewicht von 46%, Finanzwerte (23%). 

 

Der  Invesco Elwood Global Blockchain UCITS ETF ist bislang nur an der Londoner Börse notiert, dürfte aber in absehbarer Zeit auch in Deutschland gelistet werden. 

Neue ETFs fast umsonst

Von kostenlosen Fonds sind Europas Anleger inzwischen nur noch einen ganz kleinen Schritt entfernt. Der französische Fondsriese Amundi kommt jetzt mit neun frisch aufgelegten ETFs, die nur noch mit jährlichen Gesamtkosten von fünf Basispunkten (0,05 Prozent) belastet sind.

Die neuen Schnäppchen-ETFs bilden Aktien- und Anleiheindizes der entwickelten Märkte ab. Mit ihren neuen Kampfpreisen unterbieten die Franzosen die meisten Angebote ihrer Konkurrenten. Bislang kosten ETFs auf die großen Indizes meist sieben bis neun Basispunkte oder mehr. Nur Invesco, HSBC und LGIM haben wenige ETFs mit einer Kostenquote von fünf Basispunkten im Programm. Absoluter Preisbrecher ist der französische Anbieter Lyxor, der zwei Aktien-ETFs zu vier Basispunkten offeriert.

 

Die beiden französischen Fondsgesellschaften könnten sich auch in anderer Hinsicht als Trendsetter erweisen: Ihre Discount-ETFs basieren nicht auf Indizes dominierender Anbieter wie MSCI, sondern auf denen kleinerer Anbieter, die niedrigere Lizenzgebühren verlangen. Amundi setzt auf Indizes von Solactive, Lyxor auf Morningstar-Indizes.

Der erste ETF für die E-Auto-Revolution

Der Elektromotor wird wohl in absehbarer Zukunft Benziner und Diesel ablösen. Nicht nur die Umwelt dürfte davon profitieren, sondern auch zahlreiche Unternehmen - und ihre Aktionäre. iShares bringt jetzt den ersten ETF für alle Anleger, die am Durchbruch der Elektro-Mobilität mitverdienen wollen.

Mit dem neuen  iShares Electric Vehicles and Driving Technology UCITS ETF  (ISIN IE00BGL86Z12) investieren Anleger  in Unternehmen, die in den Sektoren Elektrofahrzeuge und autonomes Fahren tätig sind. Dazu gehören vor allem Unternehmen aus der Zulieferindustrie für elektrische und autonome Fahrzeuge. Dazu gehören Battteriehersteller, aber auch viele andere Autozulieferer. Zu den größten Positionen im ETF zählen denn auch die Aktien der Zulieferer SL Corp und Bosch, des Navi-Herstellers Garmin, des Klimaanlagenbauers Hanon Systems, vieler Chiphersteller wie Intel, Integrated Device Technology, Cirrus Logic und des chinesischen E-Autobauers BYD.  

 

Die Chancen für den Durchbruch der E-Autos stehen nicht schlecht. Die CO2-arme Wirtschaft ist sich politischer Unterstützung gewiss – nicht nur in China. Spätestens der neue EU-Emissionsgrenzwert, der ab 2021 gilt, dürfte auch in Europa für einen Nachfrageschub sorgen. Dazu kommen sinkende Kosten der Elektro-Autos.

Für Käufer sind heute die noch deutlich höheren Anschaffungskosten das wichtigste Hemmnis für den Umstieg auf das Elektroauto. Verantwortlich dafür ist die Batterie, die derzeit 37% der Gesamtkosten eines Elektrofahrzeugs der Mittelklasse und damit den Löwenanteil der Zusatzkosten ausmacht.

Immerhin: Der Preisverfall von Lithium-Ionen-Batterien, die in Elektroautos verbaut werden, scheint den Trend zur Elektromobilität zu unterstützen. So lag laut Daten von Statista im Jahr 2015 der Preis einer Batterie mit 275 Euro pro Kilowattstunde rund 25 Prozent unter dem Vorjahrespreis. Bis zum Jahr 2025 wird derzeit prognostiziert, dass die Preise auf 109 Euro pro Kilowattstunde weiter sinken werden. Sobald sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis zugunsten von Elektroautos ins Positive dreht, dürfte der Konsument reagieren und verstärkt zugreifen. Dieser Wendepunkt wird laut Expertenprognosen um das Jahr 2022 erwartet (Quelle: Bloomberg New Energy Finance, April 2018).