Jetzt auch ETFs von Franklin Templeton

Die US-Fondsgesellschaft Franklin Templeton bietet nun auch seine erste ETFs in Europa an.  Anfang September wurden vier neue Smart-Beta-ETFs des Fonds-Traditionshauses  an der Deutschen Börse in Frankfurt gelistet.

Die neuen börsennotierten Indexfonds (ETF) von Franklin Templeton werden unter dem Markennamen Liberty-Shares vertrieben. Die ersten vier Liberty-Shares-ETFs beruhen auf einem Multi-Faktor-Ansatz. Mit diesem wird das jeweilige Aktienuniversum nach den Faktoren Qualität, Bewertung sowie Momentum und Volatilität gefiltert.  

In den USA bietet Franklin Templeton bereits seit vergangenem Jahr sieben Smart-Beta-ETFs sowie vier aktive ETFs an. Nach dem großen Erfolg von ETFs und dem rasanten Wachstum im Smart-Beta-Segment steigen immer mehr Fondsgesellschaften in das  ETF-Geschäft ein. Das scheint zu lohnen: So sammelte etwa Fidelity mit seinen ersten beiden ETFs in Europa in wenigen Monaten mehr als 130 Millionen Euro ein.

Multi-Faktor-ETF für mehr Rendite

Über verschiedene Faktoren in den US-Aktienmarkt investieren, ohne sich Gedanken über das Timinng der einzelnen Faktoren machen zu müssen. Das will ETF-Anbieter Invesco PowerShares den Anlegern mit dem neuen  S&P-500-QVM-ETF ermöglichen.

Der Multi-Faktor-ETF setzt mit wechselnden Gewichten auf die Renditefaktoren Qualität, Value und Momentum. Ziel der Kombi-Packung ist, höhere risikoadjustierte Renditen zu erreichen, als ein aus mehreren Einzelfaktor-Strategien bestehendes Portfolio. „Die Multi-Faktor-Methodik ermöglicht eine Fokussierung auf bestimmte Faktoren, ohne dass Anleger selbst entscheiden müssen, wann sie auf welche Faktoren setzen sollten. Gleichzeitig entgeht ihnen dadurch aber auch nicht das Wertzuwachspotenzial, das sie mit der besten Faktorauswahl erhalten hätten“, erläutert Michael Huber, Head of Distribution bei Invesco PowerShares Deutschland.

Schutz vor steigenden US-Zinsen

Lyxor bietet einen neuen ETF für Anleger, die in US-Unternehmensanleihen investieren möchten, gleichzeitig aber einen weiteren Zinsanstieg befürchten: Der neue Lyxor USD-Floating-Rate-Note-ETF.

Der Floater-ETF basiert dem Bloomberg-Barclays-US-Corporate-FRNI-2-7-Yr-Total-Return-Index und investiert in variabel verzinsliche Investment-Grade-Anleihen von US- und teilweise auch Nicht-US-Unternehmen aus den Sektoren Industrie, Versorgung und Finanzdienstleistungen mit einer Restlaufzeit von zwei bis sieben Jahren. Die Kuponzahlungen der Anleihen werden laufend der Entwicklung des 3-Monats-Libor angepasst. „Für uns war es wichtig, einen simplen und kostengünstigen Weg für Investoren zu schaffen, die in den in Dollar denominierten FRN-Markt einsteigen wollen,“ erklärt Stefan Kuhn, Leiter des Lyxor ETF-Geschäfts im deutschsprachigen Europa.

Erster ETF für Grüne Anleihen

Der französische ETF-Anbieter Lyxor hat jetzt den ersten Green Bond ETF aufgelegt. Der Lyxor Green Bond ETF bildet den Solactive Green Bond EUR USD IG Index ab und ermöglicht Anlegern so den Zugang zu einem Portfolio von 116 Investment Grade Green Bonds in Euro und US-Dollar. Die Emittenten dieser Anleihen finanzieren darüber beispielsweise Projekte zur Bekämpfung des Klimawandels oder Investitionen in erneuerbare Energien.

Das Angebot von Green Bonds wächst rasant. Zwischen 2013 und 2016 stieg alleine das Volumen der Neuemissionen von Green Bonds von 11 Milliarden auf 81 Milliarden US-Dollar. Der Gesamtmarkt beläuft sich inzwischen auf 170 Milliarden US-Dollar. Die Anleihen müssen dabei den Standards der Climate Bond Initiative entsprechen, eine Restlaufzeit von mindestens zwölf Monaten sowie ein Marktvolumen von mindestens 300 Millionen Euro oder US-Dollar aufweisen. „Der Green Bond ETF ist ein weiterer Schritt von Lyxor, der Nachfrage nach einer breite Palette von nachhaltig ausgerichteten Investmentprodukten zu entsprechen,“ sagt Stefan Kuhn, Leiter des deutsch-sprachigen ETF-Geschäfts bei Lyxor.

Anleihen-ETFs werden billiger

Die Deutsche Asset Management hat jetzt fünf Renten-ETFs mit besonders niedrigen Gebühren aufgelegt. Die Core-Renten-ETFs ermöglichen Investments in Euro- und US-Staatsanleihen, sowie in Unternehmensanleihen der Eurozone und der USA, sowie in Euro-Hochzins-Anleihen. Die jährlichen Kosten dieser ETFs betragen 0,15 bzw. 0,16 Prozent pro Jahr. Der Highyield-ETF kostet 0,35 Prozent pro Jahr. 

Im Vergleich zu anderen ETFs mit ähnlichem Investmentfokus zählen die neuen db x-trackers Core Renten ETF damit zu den günstigsten Angeboten. Nur die ETF-Anbieter Comstage und Amundi bieten ähnlich fokusierte ETFs an, die ein bis drei Basispunkte preiswerter sind. Allerdings setzen diese ETFs auf synthetische Replikation, bilden also den jeweiligen Index mit Hilfe einer Derivat-Konstruktion ab. Alle neuen db X-trackers Core Renten-ETFs zeichnen sich dagegen durch direkte, physische Indexreplikation aus.

ETF Markt: JP Morgan will auch dabei sein

Immer mehr Anbieter aktiver Investmentfonds wollen ein Stück vom großen ETF-Kuchen abhaben. Nach Fidelity will nun auch JP Morgan in Europa im ETF-Geschäft mitmischen. In den USA hat JP Morgan bereits in einigen ETFs mehr als eine Milliarde Dollar eingesammelt. In Europa soll Bryon Lake, der bis März noch als ETF-Chef von Invesco PowerShares sein Glück versuchte, das neue ETF-Baby von JP Morgan zur Welt bringen. 

Die offizielle Begründung für den Vorstoß in den Wachstumsmarkt ETF dürfte bei JP Morgan die gleiche sein wie bei Fidelity: "Wir können auf die langen und reichhaltigen Erfahrungen zurückgreifen, die es bei Fidelity im Bereich der aktiv verwalteten Fonds gibt", erklärte mir kürzlich Fidelitys ETF-Chef Nick King im Interview für das ETF Magazin. Deshalb seien ETFs eine gute Ergänzung der bisherigen Produktpalette. (Vor allem für das Konto der Fondsgesellschaft, werden böse Zungen hinzufügen). Das neue ETF Magazin mit dem Fidelity-Interview erscheint übrigens am 12. Juni. 

Institutionelle bauen auf ETFs

Institutionelle Investoren aus Europa setzen ETFs so stark ein wie nie zuvor. Das zeigt eine Studie des Analyse- und Beratungsunternehmens Greenwich Associates im Auftrag der Fondsgesellschaft BlackRock. An der Studie haben 132 institutionelle Investoren aus Europa teilgenommen. Die Studie läßt fünf Faktoren erkennen, wegen der institutionelle Investoren vermehrt ETFs einsetzen. 

Die fünf wichtigsten Gründe, warum die Anlageprofis immer stärker auf  ETFs bauen sind laut BlackRock: 

  • Verbesserung der Liquidität, speziell im Bereich Anleihen
  • Volatilitätsmanagement im Zusammenhang mit Marktereignissen wie dem Brexit
  • Ergänzung und Ersatz anderer Anlageinstrumente
  • Risikomanagement und Niedrigzinsumfeld meistern
  • Zugang zu Märkten, die sich 2017 überdurchschnittlich gut entwickeln dürften 

 Versicherer sind unter den institutionellen Investoren aus Europa inzwischen die Gruppe, die ETFs am häufigsten einsetzt Damit haben sie die Gruppe der Asset Manager, die ETFs 2015 besonders verbreitet nutzte, überholt. Unter den Pensionsfonds verwenden nun fast sechs von zehn Befragten ETFs, im vergangenen Jahr waren es nur vier von zehn.Investmentansatz wird von 63 Prozent der Nutzer bejaht.

 

Aufgrund des systematischen Ansatzes funktionieren Smart-Beta-Strategien zudem zumeist wie erwartet: 96 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Smart-Beta-Investments ihre Erwartungen erfüllt haben.

Nachhaltig und umweltbewußt investieren

Anlagelösungen, die Umweltschutz, soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit in den Fokus stellen, liegen im Trend. Mehrere neue ETFs für Aktien und Renten bieten sich für umweltbewußte Anleger an. 

Mit dem db-x-trackers-II-ESG-Corporate-Bond-ETF hat die Deutsche Asset Management jetzt einen der ersten nachhaltig ausgerichteten ETFs für den Rentenmarkt aufgelegt. Mit dem neuen ETF investieren Anleger in Unternehmensanleihen mit ESG-Nachhaltigkeitsrating (Environmental, Social and Governance). Der ETF bildet dabei den MSCI-Euro-Corporate- Sustainable-and-SRI-Index physisch nach. Enthalten sind ausschließlich Unternehmen, die in den Bereichen Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und Corporate Governance weit reichende Anforderungen erfüllen. Die Anleihen müssen zudem über die Bonitätsstufe Investment-Grade und über ein Mindestvolumen von 300 Millionen Euro verfügen.

 

BNP Paribas hat unterdessen einen neuen ETF auf Aktien umweltbewusster Unternehmen an die Börse gebracht. Der BNP-Paribas-Low-Carbon-100-Europe-ETF investiert direkt in die 100 liquidesten Unternehmen, die laut der internationalen Akademie für Energie mit besonderem Umweltbewusstsein glänzen. Die Auswahlkriterien sind unter anderem Energieeffzienz und Engagement in erneuerbaren Energien. Das Besondere: Die Gewichtung im Index erfolgt nach Höhe des CO2-Ausstoßes und dem Anteil „grüner“ Energie. Da Schwellenländer von Klimawandel und Umweltverschmutzung besonders betroffen sind, ist dort der Investitionsbedarf in nachhaltige Energieprojekte und Ressourceneffzienz besonders hoch.

 

Mit dem ebenfalls neu aufgelegten BNP Paribas MSCI Emerging Markets SRI können Anleger jetzt gezielt in die Wertentwicklung großer und mittelgroßer Unternehmen aus 23 Schwellenländern investieren, die über ein herausragendes ESG-Rating verfügen und besonders nachhaltig wirtschaften. Der ETF bildet den zu Grunde liegenden Index dabei synthetisch nach. 

Inflation als Chance

Flott steigende Inflationsraten rücken das Thema Inflation wieder in den Fokus der Investoren. Auf diese Entwicklung antwortet der französische ETF-Anbieter Lyxor gleich mit zwei innovativen ETFs. Anleger können mit diesen ETFs von zunehmender Inflation profitieren oder sich vor der Geldentwertung schützen. Der Kurs des neuen Lyxor-US$-10Y-Inflation-Expectations-ETF entwickelt sich dabei ausschließlich entsprechend den Inflationserwartungen in den USA. Zinsänderungsrisiken, die bei den schon existierenden ETFs mit inflationsindexierten Anleihen bestehen, gibt es bei dem neuen ETF nicht. Analog funktioniert der neue Lyxor-EUR- 2-10Y-Inflation-Expectations-ETF. Ihm liegen die Inflationserwartungen im Euro-Raum zu Grunde

Jagd nach Rendite geht weiter

Nach dem Brexit ist vor der US-Wahl, doch im dritten Quartal waren ETF-Anleger trotzdem mutig. Rund sieben Milliarden Euro neue Gelder konnten die Aktien-ETFs europäischer Anbieter von Juli bis Ende Oktober einsammeln. Auf der Anleihenseite blieben dagegen – nach dem gewaltigen Anstieg bis Juli – die Zuflüsse zuletzt gut überschaubar. 

Insgesamt erreichte das in europäischen ETFs verwaltete Vermögen per Ende Oktober dennoch ein neues Rekordhoch von 485 Milliarden Euro - ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Jahresbeginn. Gefragt waren im Herbst US-Aktien und Werte aus den Emerging Markets. Aus ETFs mit europäischen Aktien floß dagegen - wie in fast allen Monaten dieses Jahres - auch im dritten Quartal erneut Geld ab.

 

Mit Abflüssen von mehr als elf Milliarden Euro seit Jahresbeginn haben die Europaaktien-ETFs nun eine reelle Chance auf den Titel des größten Verlierers in diesem Jahr. Schwellenländer-ETFs gelang dafür ein grandioses Comeback. Fast sieben Milliarden Euro frische Anlegergelder flossen in den ersten neun Monaten in entsprechende ETFs.

 

Bei Anleihen-ETFs stehen jetzt im Grunde nur noch hoch-rentierende, riskantere Papiere auf der Kaufliste der Anleger. Mehr als sieben Milliarden Euro flossen seit Jahresbeginn in Anleihen der Schwellenländer, mehr als 16 Milliarden in Unternehmensanleihen aller Bonitäten.

 

Nachdem in der ersten Jahreshälfte vor allem IG-Anleihen gefragt waren, scheint sich nun ein regelrechter Run auf High--Yield-Papiere anzubahnen. Im Oktober flossen mehr als 1,3 Milliarden Euro in die Risikoanleihen, ungefähr den gleichen Betrag zogen Investoren aus ETFs mit europäischen Staatsanleihen ab. 

Nettozufluesse in ETF mit Aktien der Schwellenländer 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Jahr stehen bei Anlegern wieder ETFs mit Schwellenländer-Aktien  auf der Kaufliste.

 

Quelle: Lyxor

Smart-Beta-ETFs auf dem Vormarsch

Smart-Beta-ETFs werden bei europäischen Anlegern immer beliebter. Im Schnitt liegt derzeit die Smart-Beta-Quote in den Anlageportfolios bei elf Prozent. In den nächsten drei Jahren soll diese auf 19 Prozent ansteigen. Das ist das Ergebnis einer neuen Umfrage im Auftrag des ETF-Anbieters Invesco PowerShares. 

 Die Studie wurde vom Finanzresearch-Unternehmen CoreData unter Investmentprofis in Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, Italien und Deutschland durchgeführt. Befragt wurden sowohl Nutzer als auch Nicht-Nutzer von Smart-Beta-Ansätzen. Von den befragten Nutzern erwarten 71 Prozent, dass Smart-Beta-Ansätze in den nächsten Jahren zunehmend Anwendung finden werden. In einer 2015 durchgeführten Umfrage ware nur 60 Prozent der Befragten dieser Ansicht. Ein Grund für das erwartete Wachstum: 73 Prozent der Smart-Beta-Nutzer So empfehlen inzwischen Kollegen und anderen Investmentprofis, diese Strategien ebenfalls einzusetzen.

 

 

Die Nutzer äußern sich nicht nur zunehmend positiv über Smart Beta, sondern gewichten diese Strategien in ihren Portfolios auch entsprechend höher: 71 Prozent geben an, dass sie einen schrittweisen Ausbau ihrer Smart-Beta-Allokation planen. Wie die Studie feststellt, ist die Diversifikation eines der Hauptargumente für eine Anlage in Smart-Beta-Strategien. Der Wunsch nach mehr Kontrolle über die eigenen Anlagen ist eine weitere Motivation.

 

Insgesamt nennen die Nutzer mehrere Faktoren, die mit der Kontrolle über ihre Anlagen zusammenhängen. An erster Stelle wird die Transparenz genannt, an zweiter der systematische, regelbasierte Ansatz von Smart-Beta-Strategien. Die Frage, ob Smart-Beta-Ansätze Investoren mehr Kontrolle über die eigenen Anlagen geben als jeder andere Investmentansatz wird von 63 Prozent der Nutzer bejaht. Aufgrund des systematischen Ansatzes funktionieren Smart-Beta-Strategien zudem zumeist wie erwartet: 96 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Smart-Beta-Investments ihre Erwartungen erfüllt haben.

 

ETF Know-How für Profis

Ab sofort ist die Weiterbildung zum zertifizierten ETF-Spezialisten auch als Online Lehrgang möglich. Durch das neue Lernformat ermöglicht die Capital Markets Academy der Deutschen Börse, Teilnehmern zeitversetztes Lernen und eine höhere Flexibilität. 

Während das Angebot bisher ausschließlich einen zweitägigen Präsenzlehrgang umfasste, hat das Online- Training einen Umfang von 14 Unterrichtsstunden und endet mit einer Präsenzprüfung in Frankfurt.

 

Zu den Kursinhalten zählen Hintergründe zu Passiv-Investments, die besonderen Eigenschaften des ETF-Handels und Möglichkeiten zur Einbindung von ETFs in Portfolios. Außerdem vertiefen und wiederholen Videos zu den jeweiligen Abschnitten komplexere Themen und unterstützen den Lernerfolg, wie auch der Zugriff auf eine Prüfungssimulation.

 

Der Online- Lehrgang kostet inklusive Prüfungsgebühr 500 Euro zzgl. Mwst. und richtet sich neben Anlage-Profis, die ETFs in ihren Portfolios einsetzen wollen, auch an Fonds-manager sowie Privatanleger.

 

Weitere Informationen finden Interessierte auf der Website der Capital Markets Academy unter www.deutsche-boerse.com/cma

 

 

Die höchsten Dividenden

WisdomTree erweitert das große Universum der Dividendenfonds um einen ETF für europäische Dividendenaktien: Der Eurozone-Quality-Dividend-Growth-ETF folgt auf zwei kürzlich von WisdomTree emittierte Dividenden-ETFs mit ähnlichem Ansatz, aber Ausrichtung auf globale Aktien und US- Titel. Die drei ETFs wollen Aktien mit besonders hohem Dividendenwachstum bündeln.

Dazu orientiert sich WisdomTree an fundamentalen Messgrößen wie dem künftigen Wachstum und an Renditekennzahlen. „Unternehmen, die ihre Gewinne steigern können, haben auch das höchste Potenzial für Dividendensteigerungen. Unsere eigenen Strategien für Qualitätsdividendenwachstum richten sich aus an Warren Buffetts Ansatz für Investments in Unternehmen mit einer robusten Eigenkapitalrendite und Anlagerendite“, erklärt Viktor Nossek, Research-Direktor bei WisdomTree in Europa. Weiterhin filtert die Strategie Unternehmen mit zu hohen Verschuldungsgraden heraus. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,29 Prozent.

 

WisdomTree Eurozone Quality Dividend Growth UCITS ETF

ISIN: DE000A2AHL91

 

Zwei Zins-ETF für mehr Rendite

Mit zwei innovativen ETFs für Unternehmensanleihen reagieren die beiden größten ETF-Anbieter in Europa auf die Not der Anleger in der neuen Welt der niedrigen Zinsen. Die beiden neuen Fonds  von iShares und db x-trackers bündeln dazu auf smarte Weise Unternehmensanleihen mit hoher Rendite aber weniger guter Bonität. 

Der neue db x-trackers iBoxx EUR Corporates Yield Plus ETF vereint im Bereich der Investment-Grade-Anleihen diejenigen Titel, welche die höchsten Zinsaufschläge gegenüber Staatsanleihen bieten. Der ETF enthält dazu die 800 am besten verzinsten Corporates aus dem 1600 Bonds umfassenden Universum des Markit iBoxx EUR Corporates Yield Plus Index. Papiere, deren Emittenten abgestuft werden, können unter gewissen Umständen im Index verbleiben.

 

„Da die Zinsen weiterhin historische Tiefstände aufweisen, suchen Anleger nach Renditechancen auf dem Rentenmarkt. Hier kann unser neuer Strategic-Beta-ETF auf Unternehmensanleihen einen Zinsaufschlag gegenüber vergleichbaren Referenzindizes bieten. Entsprechende Rückrechnungen zeigen, dass der ETF ein moderat höheres Risiko bei fast gleicher Duration aufweist“, sagt Martin Weithofer, Leiter Strategic Beta bei der Deutschen Asset Management.

 

Der iShares Fallen Angels High Yield Corporate Bond ETF investiert dagegen gleich in Hochzins-Anleihen – allerdings nur ins solche, die von den Ratingagenturen gerade erst auf Ramsch-Niveau herabgestuft wurden. Der Index wird monatlich neu gewichtet. Emittenten aus Schwellenländern oder mit Ratings unterhalb von B- werden aussortiert. Um eine hohe Streuung zu gewährleisten, umfasst der ETF 450 Titel. Das Gewicht je Emittent ist dabei auf drei Prozent des Index begrenzt. Zentraler Ansatz der Strategie ist es laut iShares, von Preisanomalien in Folge der Herabstufung profitieren zu können.

 

iShares Fallen Angels High Yield Corporate Bond UCITS ETF

ISIN: IE00BYM31M36

 

 

db x-trackers iBoxx EUR Corporates Yield Plus UCITS ETF

ISIN: IE00BYPHT736

Wenn die Inflation zurückkehrt

Noch immer kann nahezu weltweit von Inflation keine Rede sein. Doch der französische ETF-Anbieter Lyxor denkt schon  an die Zukunft. Mit seinen Anfang Juni aufgelegten beiden neuen ETFs sollen Investoren verdienen, wenn die Inflation zurückkehrt - oder eigentlich sogar schon vorher. 

Die zwei neuen ETFs bilden nämlich die Inflationserwartungen der Markteilnehmer ab, wie sie sich aus dem Spread zwischen den Renditen traditioneller Anleihen und inflations-indexierter Anleihen ableiten lassen. Mit dem Lyxor USD 10Y Inflation Breakeven UCITS ETF und dem Lyxor EUR 2-10Y Inflation Breakeven UCITS ETF können "Anleger an steigenden Inflationserwartungen partizipieren, ohne dabei Zinsänderungsrisiken fürchten zu müssen", wirbt Lyxor. Im Vergleich zu herkömmlichen inflationsgeschützten Anleihen schützen die neuen Lyxor ETFs nicht nur gegen steigende Inflation sondern zusätzlich vor einem Wertverlust der Anleihen, für den Fall das sich die höheren Inflationserwartungen in steigenden Zinsen niederschlagen.

 

Die Gesamtkostenquote (TER) für beide ETFs beträgt jeweils 0,25 Prozent. Die ETFs notieren an der Euronext und der London Stock Exchange, sind aber zum Vertrieb in Deutschland zugelassen.

 

Lyxor US$ 10Y Inflation Breakeven UCITS ETF

ISIN: LU1390062831

 

Lyxor EUR 2-10Y Inflation Breakeven UCITS ETF

ISIN: LU1390062245

Privatanleger entdecken ETFs

Bislang investieren hierzulande vor allem institutionellen Anleger in ETFs. Nach Schätzungen der ETF-Anbieter entfallen etwa 90 Prozent der in europäische ETFs investierten Gelder auf diese Investorengruppe. Doch ganz langsam scheinen sich die Gewichte zu verschieben.

Inzwischen entdecken immer mehr Privatanleger die Vorzüge der Indexfonds. David Wenicker, Leiter des deutschen Privatkundengeschäfts von iShares ruft schon die Trendwende aus. „Wir sehen einen Wendepunkt im ETF-Markt. Das Wachstum wird jetzt verstärkt von den Privatanlegern getrieben“, sagt Wenicker. Bei Wenickers Hoffnung auf den Wendepunkt mag vielleicht ein wenig Wunschdenken mitspielen, doch in der Tendenz hat der Vertriebsmann sicher nicht ganz Unrecht. Darauf deuten etwa Angaben einiger Direktbanken an. So entfallen etwa bei der DAB Bank und bei der ING Diba rund 30 Prozent der in Fonds investierten Kundengelder auf ETFs. Vor einigen Jahren lag der ETF-Anteil noch deutlich geringer. Zum steigenden ETF-Vermögen tragen dabei sicher auch die immer öfter anzutreffenden Sonderkonditionen im Retail-ETF-Handel bei. Zudem wird auch bei ETF-Sparplänen das Angebot ständig größer – und es wird von den Privatanlegern offensichtlich angenommen. „Jeden Monat fließen etwa 30 Millionen Euro allein durch Sparpläne in ETFs“, berichtet Wenicker

ETFs werden immer schlauer

Smart-Beta und Multifaktor – das bleiben die beiden wichtigsten Trends im ETF Geschäft. Zwei neue ETFs für europäische Aktien zeigen, welche innovativen Ideen die Fondsgesellschaften haben.

So brachte die französische Amundi ETF Ende März den Amundi Europe Equity Multi Smart Allocation Scientific Beta ETF an die Deutsche Börse. Er basiert auf einem vom EDHEC-Risk Institute entwickelten Strategieindex, der große und mittelgroße europäische Aktien enthält. Für den Index werden die einzelnen Aktien auf Basis der Faktoren Value, Size, Momentum und Volatilität ausgesucht. Die Titelgewichtung erfolgt dann mithilfe von fünf verschiedenen Diversifikationsmethoden. „Wir registrieren derzeit eine merklich anziehende Nachfrage nach Smart-Beta-Lösungen“, kommentiert Valérie Baudson, CEO von Amundi ETF, Indexing und Smart Beta. 

 

Mit dem First Trust Germany AlphaDEX ETF kommt jetzt auch ein Multi-Faktor-ETF für Deutschland an die Deutsche Börse. Für diesen ETF werden die Aktien des MSCI Germany Index einmal im Quartal nach drei Value- und drei Growth-Kriterien bewertet. Grundlage für die Bewertung der einzelnen Aktien sind die Value-Faktoren Kurs-Buch-Verhältnis, Kurs-Cashflow-Verhältnis und Vermögensrenditen sowie die Growth-Faktoren Momentum, Umsatzwachstum und Kurs-Umsatz-Verhältnis. Auf Basis der Ergebnisse wird eine Aktien-Rangfolge gebildet. Nur die ersten 75 Prozent der Liste kommen in den ETF. Ergebnis ist ein Portfolio mit wachstumsstarken Aktien, die deutlich niedriger bewertet sind als die Titel im Dax oder MSCI Deutschland.

 

 

Wie gut ist das Shiller-KGV?

Das Shiller-KGV, das langfristig geglättete Kurs-Gewinn-Verhältnis, verkauft mancher Aktienprofi als den ultimativen Bewertungsmaßstab für Aktien. Auch ein ETF setzt auf diese Kennzahl. Doch ist das wirklich sinnvoll?

Der französische ETF-Anbieter Ossiam hat letztes Jahr auf Basis des CAPE den ersten ETF entwickelt. Mit diesem Ossiam Shiller Barclays CAPE Europe Sector Value ETF (ISIN:LU1079842321) investieren Anleger in europäische Aktien, die nach dem CAPE-Kriterium als unterbewertet gelten.

 

Nicht jeder ist von diesem Ansatz überzeugt. "Zur Prognose künftiger Renditen taugt das Shiller-KGV nur begrenzt", warnt jetzt Norbert Keimling, Leiter Kapitalmarktforschung bei der Fondsgesellschaft StarCapital.

 

In seiner neuen Studie „Langfristige Aktienmarktprognose: Das Shiller-CAPE auf dem Prüfstand“ hat Keimling die Aussagekraft des Indikators für viele Aktienmärkte untersucht. Ergebnis: Beim S&P 500 Index war die Prognosekraft des CAPE für Rendite- und Risikoschätzungen halbwegs in Ordnung, in kleineren Märkten versagte dagegen die Kennzahl verhältnismäßig oft.

 

„Investoren sollten CAPE-basierte Aussagen in diesen Märkten kritisch hinterfragen und andere Bewertungskritierien hinzuziehen“, rät Keimling. Schlauer sei es, das CAPE mit dem Kurs-Buchwert-Verhältnis zu ergänzen oder komplett auf diese Kennzahl abzustellen.

Super smartes Beta

Risikoscheue Anleger dürften diesen neuen ETF lieben, passt er doch bestens in die gegenwärtige, unfreundliche Börsenwelt. Für ein Maximum an Gemütlichkeit kombiniert der neue PowerShares EURO STOXX High Dividend Low Volatility ETF zwei defensive Anlagestrategien: Dividendenaktien und Geringe Volatilität. 

Damit ist der Fonds der US-Gesellschaft Invesco der weltweit erste, der „Anlegern Zugang zu Aktien dividendenstarker Unternehmen aus der Eurozone bei gleichzeitig verringertem Marktvolatilitätsrisiko“ verspricht. Der ETF enthält 50 Aktien aus der Eurozone mit der höchsten Dividendenrendite und der geringsten Volatilität.

 

Die Gewichtung erfolgt auf Basis der Dividendenrendite, wobei eine einzelne Aktie nicht mehr als drei Prozent Gewicht erhält. Auf eine breite Länder-Diversifikation wird ebenfalls geachtet. Der ETF basiert auf einem neuen Index von Stoxx. Die Gesamtkostenquote des neuen ETFs beträgt 0,3 Prozent.

Lukrative Rückkaufprogramme

Aktienrückkäufe bleiben in Mode. Die Citigroup schätzt, dass Unternehmen außerhalb der Finanzbranche seit 2011 Aktien im Gegenwert von über 2,2 Billionen Dollar zurückgekauft haben. Aktionäre können sich freuen. Aktienrückkaufprogramme treiben in aller Regel die Kurse nach oben, das läßt sich empirisch klar belegen. Mit dem neuen Amundi MSCI Europe Buyback ETF können Anleger nun in jene europäischen Aktiengesellschaften investieren, die besonders gerne mit dem Rückkauf-Turbo arbeiten.  

Der synthetische ETF bildet die Wertentwicklung der im MSCI Europe enthaltenen Aktien ab, die in den letzten zwölf Monaten ein Aktienrückkaufprogramm durchgeführt haben. Die einzelnen Titel werden dabei gleichgewichtet. „So werden Verzerrungen reduziert und ein reineres Exposure auf das Anlagethema Buybacks angestrebt“, erklärt Amundi. Die Gesamtkostenquote des neuen ETFs beträgt 0,3 Prozent.