Clevere ETCs für die neue Kupfer-Hausse

Die Preise von Kupfer, Nickel und anderen Industriemetallen steigen so stark wie lange nicht mehr. Seit dem Beginn der neuen Metall-Hausse hat sich der Preis von Kupfer nahezu verdoppelt. Mit neuen Kupfer- und Nickel-ETCs von Global Palladium Fund (GPF) können Anleger profitieren. Nach Informationen des ETF Magazins will GPF die neuen ETCs noch im März an der Deutschen Börse listen. Gegenüber bisher verfügbaren Metall-ETCs sollen die Kupfer- und Nickel-ETCs von GPF einige Vorteile bieten.

Die neuen Kupfer- und Nickel-ETCs von Global Palladium Fund werden der Preisentwicklung der beiden Industriemetalle am Kassamarkt folgen und sie werden mit den entsprechenden Mengen der Metalle gesichert. Damit schafft GPF, was bislang kein anderer ETC-Anbieter leistet. Die bisher verfügbaren ETCs für Industriemetalle basieren auf Terminkontrakten und sie sichern ihr Vermögen nicht mit den Metallen, sondern mit Zinspapieren bester Bonität oder durch die Garantieerklärung einer Bank ab. 

 

Bereits im Januar listete GPF seine ersten vier ETCs an den Börsen in Frankfurt und London. Diese folgen den Preisen von Gold, Silber, Palladium und Platin und auch sie basieren auf den Preisen am Kassamarkt. Wie die angekündigten Kupfer- und Nickel-ETCs sichern auch die GPF-Edelmetall-ETCs ihr Vermögen durch die Lagerung ausreichender Mengen der Edelmetalle in Tresoren, die von Treuhändern überwacht werden, ab. Auch dabei zeigt sich GPF als Pionier: Um Bestände und Besitzrechte zu übertragen und zu dokumentieren, nutzt das Unternehmen die Blockchain-Technologie. Jede Transaktion wird damit eindeutig und unveränderbar dokumentiert. 

 

Für Investoren schlägt sich die innovative Konstruktion der ETCs nicht in höheren Kosten nieder. Im Gegenteil: Mit ihrer Verwaltungsgebühr von 0,145 Prozent beim Gold-ETC und 0,2 Prozent bei den anderen Metall-ETCs haben die neuen GPF- Zertifikate sehr wettbewerbsfähige Preise. 

 

 

2020 flossen wieder Milliarden in ETFs

Endlich ist die magische Marke von einer Billion geknackt. Zum Jahresende 2020 steckten 1041 Milliarden Euro in europäischen ETFs und börsengehandelten Zertifikaten, berechneten die Londoner ETF-Marktforscher von ETFGI. Rund 103 Milliarden Euro sammelten europäische ETFs im vergangenen Jahr ein. Damit investierten Anleger 2020 fast genau so viel Geld in ETFs wie im Vorjahr - trotz zwischenzeitlicher Abflüsse in der Corona-Krise. Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt interessante Entwicklungen. 

So konnten zwar Aktien-ETFs auch 2020  das meiste Geld anziehen. Doch in Relation zum bereits investierten (niedrigeren) ETF-Vermögen war bei den Renten-ETFs das Wachstum stärker. Sehr gefragt waren im Krisenjahr 2020 auch börsengehandelte Gold-Zertifikate (ETC). 

 

Über die Anlageklassen hinweg als große Gewinner entpuppten sich im Jahr 2020 ETFs mit Nachhaltigkeits-Fokus. 43 Milliarden Euro frisches Geld floss in diese Fonds, berechneten die Analysten des Münchner ETF-Brokers Crossflow.

 

Bemerkenswert ist auch das kräftige Wachstum des ETF-Handels an den europäischen Börsen im Jahr 2020. Insgesamt stieg das börsengehandelte ETF-Volumen in Europa im Jahr 2020 um 46 Prozent auf 828 Milliarden Dollar, zeigen Zahlen von Blackrock (iShares). Die Deutsche Börse meldete mit plus 58 Prozent sogar einen noch größeren Umsatzsprung im ETF-Handel.

 

 

Nach Einschätzung der Blackrock-Analysten erhöhte sich das Volumen des ETF-Börsenhandels dabei nicht nur durch ein allgemein belebteres ETF-Geschäft. Ein  wesentlicher Grund sei auch die geringere Bedeutung des ausserbörslichen ETF-Handels gewesen. 

Anleger lieben Bitcoin-ETF

Nicht nur der Kurs des Bitcoin geht durch die Decke, auch Kryptoinvestment-ETFs und -ETNs können sich über massive Zuflüsse freuen. So erreichte der erst Mitte 2020 deutschen Börse gelistete BTCetc Exchange Traded Bitcoin ETC bis Anfang Januar 2021 bereits ein Volumen von 150 Millionen Dollar. 

Das börsengehandelte Zertifikat (ETN) bildet den Preis des Bitcoin nach und ist mit der entsprechenden Menge Bitcoin hinterlegt. Es handelt „ohne Prämie oder Abschlag mit der Möglichkeit, es jederzeit in Bitcoin umzuwandeln“, erklären die Emittenten HANetf und ETC Group.

 

In den Vereinigten Staaten sind einige Anbieter schon viel weiter. So stecken etwa im Grayscale Bitcoin Trust inzwischen mehr als 20 Milliarden Dollar. Der Trust bezeichnet sich als erstes öffentlich gehandeltes Bitcoin-Investmentvehikel mit SEC-Genehmigung, wenngleich auch nicht als Indexfonds. Der vor sieben Jahren per Privatplatzierung gestartete Bitcoin-Trust wird an der US-OTC-Plattform OTCQX gehandelt.

ETF werden immer preiswerter

Bei börsengehandelten Indexfonds (ETF) hört der Preiskrieg nicht auf. Ende November leitete die DWS, Europas zweitgrößter ETF-Anbieter, eine neue Runde ein und senkte bei 21 ETFs die Gebühren. In diese Richtung wird es weitergehen, prognostiziert Deborah Fuhr, Chefin des Londoner ETF-Marktforschers ETFGI.

Angesichts der Summen, die in ETFs fließen, entstünde den Anbietern immer neuer Spielraum für Preissenkungen. Nach ihrer Berechnung sind schon heute 40 Prozent des weltweiten ETF-Vermögens mit Kosten von weniger als zehn Basispunkten pro Jahr belastet. Unter den in Deutschland gelisteten ETFs gibt es inzwischen deutlich über 100 ETFs mit laufenden Kosten von weniger als 0,1 Prozent im Jahr. Bei vielen wichtigen Indizes fallen sogar nur 0,05 Prozent an. Vor zehn Jahren verlangten die Anbieter für diese Indizes noch das Dreifache.

Nachhaltigkeits-ETFs beliebt wie nie zuvor

Im turbulenten Corona-Jahr greiffen europäische ETF-Anleger am liebsten zu ETFs mit nachhaltigen Investmentfokus. Das zeigt eine Auswertung des Münchner ETF-Brokers und -Beraters Crossflow, die auf Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg und auf Angaben der ETF-Anbieter bis Ende Oktober basiert. Dividenden-ETFs gezählt werden. 

Nach den Crossflow-Berechnungen packten Europas ETF-Investoren allein in den ersten zehn Monaten mehr als 21 Milliarden Euro in ESG-ETFs, überwiegend auf der Aktienseite. Die Netto-Zuflüsse der ESG-ETFs erreichten damit fast das Niveau der saldierten Zu- und Abflüsse bei allen Aktien-ETFs in diesem Jahr. Ende Oktober steckten nach Crossflow-Rechnung mehr als 47 Milliarden Euro in ESG-ETFs. Dem hätte ein Gesamtvermögen von 550 Milliarden Euro bei Aktien-ETFs aller Kategorien gegenübergestanden.

 

„Eine weitere Erfolgsgeschichte schreiben außerdem ETFs mit thematischen Indexansätzen“, berichten die Crossflow-Analysten. Besonders beliebt seien in diesem Jahr ETFs mit Aktien aus Zukunftsbranchen und dem Pharma- und Gesundheitsbereich. Sehr deutlich war auch die Vorliebe der Investoren für US-Staats- und Unternehmensanleihen. Rund 15 Milliarden Euro konnten Rentenfonds dieser Kategorien seit Jahresbeginn anziehen.

 

Euro-Anleihen konnten dagegen nur knapp vier Milliarden Euro anziehen, überwiegend im Bereich der Staatsanleihen. Bei ETFs mit Euro-Hochzinsanleihen zogen Europas Anleger in den ersten zehn Monaten sogar mehr als eine Milliarde Euro ab. Starke Abflüsse von mehr als sechs Milliarden Euro gab es auch bei den Faktor-ETFs, zu denen auch die früher beliebten 

 

Neu: Das-ETF-Magazin-Archiv

Bei der Geldanlage ist Aktualität Trumpf - aber es gibt viele Themen, die auch später noch interessant sind. Über den unten stehenden Link zu unserem Archiv können Sie jetzt auf alle ETF Magazine der letzten zwei Jahre zugreifen:

 

https://www.das-etf-magazin.de/neu-etf-magazin-archiv/ 

 

Noch einfacher geht´s zum Archiv über die Menüleiste oben.

Privatanleger kaufen mehr ETFs

Nicht nur professionelle Investoren arbeiten immer stärker mit ETFs. Auch bei privaten Anlegern gewinnen börsennotierte Indexfonds zunehmend an Beliebtheit. Das ist ein Ergebnis einer umfassenden Studie von Deutsche Bank Research und Deutschland-Monitor.

Das von privaten Anlegern in börsennotierten Indexfonds investierte Vermögen ist laut Studie inzwischen auf 35 Milliarden Euro angewachsen. Die meisten Privatanleger handeln dabei offenbar online oder über Direktbanken und investieren zunehmend über Sparpläne in ETFs. Die Marktanalyse zeigt auch, dass bei den Privaten das aktive Anlageverhalten deutlich zugenommen hat. Die DB-Research-Experten machen dafür zum einen die wachsende Auswahl an ETFs verantwortlich, die spezielle Themen oder Strategien wie zum Beispiel einzelne Branchen, Volatilitätsindizes oder Nachhaltigkeit abbilden.

 

Zum anderen würden Privatanleger ihre ETF-Anlagen vermehrt aktiv verwalten, worauf eine gestiegene Handelsaktivität hinweise. „Trotz dieser beeindruckenden Entwicklung sind ETFs allerdings noch ein Nischenprodukt – angesichts von 622 Milliarden Euro, die deutsche Privathaushalte insgesamt in Investmentfonds angelegt haben“, bemerkt Heike Mai von DB Research. Dank nicht oder sogar negativ verzinster Bankeinlagen könne sich das allerdings bald ändern

Ausgezeichnete ETFs

Interessant für qualitätsbewusste Anleger: Die Rating-Agentur Morningstar kürte in ihrer jüngsten Analyse BNP Paribas erneut zum besten ETF-Anbieter in Europa. 

Das Durchschnittsrating der Franzosen lag bei 3,93 von fünf Sternen. Rund 94 Prozent der Assets von BNP-Paribas- ETFs stecken sogar in Produkten mit Vier- oder Fünf-Sterne-Ratings. Die höchste Bewertung von fünf Sternen erzielten beispielsweise der BNPP- Easy-S&P-500-ETF oder der BNPP-Low-Carbon-100-ETF.

 

Der zweite Platz im Ranking der besten Produktanbieter ging an Vanguard. Das US- Haus bringt es im Mittel immerhin noch auf 3,71 Sterne. Die Fondsgesellschaft VanEck belegt in der aktuellen Rating-Bilanz der ETF-Anbieter Platz drei, gefolgt von State Street und Xtrackers, die unter den größten Anbietern damit die beste Platzierung erreichen konnten

Rendite mit Hanf

Nicht der Drogenrausch, sondern die Gesundheit steht im Fokus des ersten Cannabis-ETF in Europa. Der Medical Cannabis and Wellness ETF des britischen Anbieters HANetf will „das Potenzial von medizinischem Cannabis nutzbar machen“.

Der ETF investiert zu diesem Zweck in US-Aktien oder Titel aus Kanada mit entsprechender Geschäftstätigkeit. Aufgespürt werden die Aktien vom kanadischen Vermögensverwalter Purpose Investments, den HANetf als einen der „erfahrensten und erfolgreichsten Anbieter von Cannabis-Fonds in Kanada“ bezeichnet. Den von Purpose als Basis für den ETF entwickelten Index berechnet der Frankfurter Indexanbieter Solactive. Im ETF sind aktuell 15 Aktien aus allen Teilen des Cannabisökosystems, darunter Produzenten von medizinischem Cannabis sowie Lieferanten von Hydrokulturen und Biotechunternehmen. 

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Anleihen-ETFs zum Mini-Preis

Amundi bleibt in der Preisoffensive. Jetzt hat der fanzösische ETF-Anbieter fünf neue Renten-ETFs aufgelegt, deren jährliche Gebühren nur noch 0,05 Prozent betragen. 

Der Amundi Prime Euro Corporates ETF und der Amundi Prime US Corporates ETF investieren dabei in festverzinsliche auf Euro beziehungsweise US-Dollar lautende Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating. Der Amundi Prime Euro Govies ETF, der Amundi Prime US Treasury ETF sowie der Amundi Prime Global Govies ETF richten sich dagegen an Anleger, die in Staatsanleihen mit Investment-Grade-Rating investieren wollen. 

Grünes Betongold im ETF

An umweltbewusste Immobilien-Anleger richtet sich BNP Paribas Asset Management mit einen neuen börsennotierten Immobilien-ETF. Das Besondere: Der BNP Paribas Easy FTSE EPRA/NAREIT Developed Europe ex UK Green UCITS ETF investiert gezielt in europäische Immobilienunternehmen, die sich besonders stark dem Umweltschutz verschrieben haben. 

Der Fonds bildet dafür die Wertentwicklung des FTSE EPRA/-Nareit Europe ex UK Green Index ab. Zudem werden die einzelnen Investments anhand von Daten wie dem Energieverbrauch und Umweltzertifizierungen gewichtet. Gelistet ist der neue ETF an den Börsen in Paris und Frankfurt. BNP Paribas  Asset Management gehört in Europa nach eigenen Angaben inzwischen zu den drei größten Anbietern von ETFs mit einer gezielten Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und sogenannten ESG-Kriterien.

Renten-ETFs werden nachhaltig

Bislang ging es bei nachhaltigen Investments mit ETFs fast ausschließlich um Aktien. Doch langsam aber sicher kommen immer mehr nachhaltig orientierte Anleihen-ETFs auf den Markt. Jetzt stehen zwei weitere spannende ESG-Renten-ETFs zur Verfügung.

UBS Asset Management bringt einen Exchange Traded Fund, der in globale Staatsanleihen investiert und dabei ein Screening nach Nachhaltigkeitskriterien integriert. Der J.P.-Morgan-Global-Government-ESG- Liquid-Bonds-ETF enthält im Prinzip die gleichen Anleihen wie der J.P.-Morgan-Global-Government-Bond-Index, Länder, ohne  ausreichende ESG-Wertung werden allerdings ausgeschlossen. Die französische ETF-Gesellschaft Lyxor bietet unterdessen einen neuen Green-Bond-ETF an. Als Referenzindex dient hier der Solactive-Green-ESG-Bond-USD-IG-TR-In- dex, der über 300 Euro- und US-Dollar-Anleihen mit Investment-Grade-Rating umfasst, die vor allem der Finanzierung von Projekten zum Klima- und Umwelt- schutz dienen.

Gebührensenkung für deutsche ETF-Anleger

Freunde börsennotierter Indexfonds können sich wieder über Kostensenkungen freuen. Jetzt drehte der große US-Fondsanbieter Vanguard bei seinen europäischen ETFs und Indexfonds an der Gebührenschraube.

Auch in Deutschland will der weltweit zweitgrößte ETF-Anbieter 31 seiner Fonds günstiger anbieten. Im Detail sollen bei 18 Indexfonds von Vanguard und bei 13 ETFs die jährlichen Gebühren sinken. Teilweise werden die Preise der ETFs drastisch zusammengestrichen. So sollen etwa beim Vanguard- Eurozone-Government-Bond-ETF die jährlichen Kosten von 0,12 Prozent auf nunmehr 0,07 Prozent zurückgehen. Beim Vanguard-FTSE-All-World- ETF sollen die laufenden Kosten immerhin von 0,25 auf 0,22 Prozent pro Jahr fallen. Bereits jetzt zählt Vanguard bei ETFs zu den günstigsten Anbietern. Im Schnitt kosten Vanguard-ETFs 0,12 Prozent pro Jahr.

ETF-Sparpläne dürften billiger werden

Die Deutsche Börse erhebt künftig für die Ausführung von ETF-Sparplänen in ihrem elektronischen Handelssystem Xetra keine Transaktionsentgelte mehr. Auch Aufträge von Robo-Advisors sollen kostenlos ausgeführt werden. 

Ziel der Initiative sei es, „diese Anlageform noch attraktiver zu machen“, erklärte Börsen-Vorstand Hauke Stars auf der Branchenkonferenz ETF-Forum der Deutschen Börse in Frankfurt. 

 

Die Handelsgebühren der Börse sind abhängig von der Ordergröße und liegen je nach Ordervolumen zwischen 60 Cent und 24 Euro. Berechnet werden sie den Handelsteilnehmern, also vor allem den Banken. Diese werden die Einsparungen hoffentlich an ihre Kunden weitergeben.

 

Staatsanleihen-ETF zum Schnäppchen-Preis

Der US-ETF-Anbieter Invesco bringt seinen neuen Euro-Staatsanleihen-ETF gleich in fünf verschiedenen Varianten an XETRA und die Börse Frankfurt. Gemeinsam ist den ETFs jedoch eines: sehr niedrige laufende Kosten von nur 0,1 Prozent pro Jahr.

Die fünf Renten-ETFs enthalten Staatsanleihen aus Frankreich, Deutschland, Italien, der Niederlande und Spanien. Alle ETFs enthalten nur Anleihen mit einem Investment Grade-Rating von mindestens Baa3/BBB-/BBB-. Der Unterschied der fünf ETFs liegt in der unterschiedlichen Restlaufzeit der Anleihen.   

Die fünf ETFs im Überblick:

 

Name: Invesco Euro Government Bond UCITS ETF

Dieser ETF enthält Euro-Staatsanleihen aller Laufzeiten

ISIN: IE00BGJWWX56

Laufende Kosten (TER): 0,10%

Ertragsverwendung: Ausschüttend

 

Name: Invesco Euro Government Bond 1-3 Year UCITS ETF

Dieser ETF enthält Euro-Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von ein bis drei Jahren.

ISIN: IE00BGJWWY63

Laufende Kosten (TER): 0,10%

Ertragsverwendung: Ausschüttend

 

Name: Invesco Euro Government Bond 3-5 Year UCITS ETF

Dieser ETF enthält Euro-Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von drei bis fünf Jahren.

ISIN: IE00BGJWWV33

Laufende Kosten (TER): 0,10%

Ertragsverwendung: Ausschüttend

 

Name: Invesco Euro Government Bond 5-7 Year UCITS ETF

Dieser ETF enthält Euro-Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von fünf bis sieben Jahren.

ISIN: IE00BGJWWT11

Laufende Kosten (TER): 0,10%

Ertragsverwendung: Ausschüttend

 

Name: Invesco Euro Government Bond 7-10 Year UCITS ETF

Dieser ETF enthält Euro-Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von sieben bis zehn Jahren.

ISIN: IE00BGJWWW40

Laufende Kosten (TER): 0,10%

Ertragsverwendung: Ausschüttend

 

ETF-Novice Tabula listet ersten ETF

Auf dem deutschen ETF-Markt gibt es einen neuen Mitspieler. Der britische Fixed-Income-Spezialist Tabula listet den ersten eigenen ETF auch in Deutschland. Der J.P. Morgan Global Credit Volatility Premium Index ETF soll Anbietern die Chance auf die Vola-Risikoprämie bieten. 

Die Strategie des Index ist etwas komplizierter. Prinzipiell verkauft er kurzfristige Optionen auf europäische und US-amerikanische High-Yield-Emittenten. Das Marktrisiko wird in einem zweiten Schritt neutralisiert. Um steigenden oder sinkenden Credit Spreads entgegenzuwirken, werden tägliche Absicherungsgeschäfte durchgeführt. Dieser Vorgang wird als Delta-Hedging bezeichnet.

 

Der ETF ist übrigens der erste von vier Tabula-ETFs, der auf XETRA gelistet werden soll. Mit dem Schritt schlage Tabula den richtigen Weg ein, meint Tabula-CEO Michael John Lytle: "Wir konzentrieren uns darauf, eine breite Palette an Fixed Income Faktoren anzubieten, die bisher nur für hoch spezialisierte Investoren zugänglich sind." Außerdem ergänzt Lytle: "Es gibt einen zunehmenden Bedarf an innovativeren Instrumenten für Fixed Income Investoren, um Risiken zu managen und die Märkte zu steuern, und wir freuen uns, dieses Produkt auch deutschen Investoren anbieten zu können."

 

ESG-ETFs bleiben gefragt

Insgesamt haben sich die Nettozuflüsse in europäische ETFs haben sich im Mai halbiert – nicht aber bei nachhaltig orientierten (ESG-) ETFs. Dort gab es starke Zuflüsse. Die Hälfte des neu investierten Kapitals floss in ESG-ETFs. Damit verzeichnete das Segment den zweitbesten Monat überhaupt. 

Nach Berechnungen von Lyxor betrugen die Zuflüsse bei den ESG-ETFs rund 897 Millionen Euro. Vor allem breit aufgestellte ESG-Fonds waren im Mai gefragt. Zwar liegt deren Anteil an dem gesamten verwalteten Vermögen bei gerade einmal zwei Prozent, seit Jahresbeginn fielen aber zwölf Prozent aller Zuflüsse auf diese ETF-Art. 

 

„Wir sind überzeugt, dass ESG-ETFs von einem größeren allgemeinen Bewusstsein für Umweltprobleme, mit denen wir alle konfrontiert sind, weiter profitieren werden“, sagte Marlène Hassine Konqui, Head of ETF Research bei Lyxor ETFs. Die wachsende Aufmerksamkeit könne laut ihr aber auch strengere Vorschriften zur Folge haben, erste Schritte seien bereits mit dem Aktionsplan "Financing Sustainable Growth" der Europäischen Union eingeleitet werden.

 

Dass im Mai die gesamten ETF-Nettozuflüsse von 3,7 Milliarden Euro im April auf 1,8 Milliarden Euro sanken, sei vor allem dem Einbruch bei Anleihe-ETFs zu verdanken gewesen. Schuld daran war ein sehr negativen Monat für Staatsanleihen aus Schwellenländern. Auch Abflüsse aus Hochzinsanleihen konnten im Barometer festgestellt werden. In Summe sanken deshalb die Zuflüsse bei Anleiheprodukten von 4,1 Milliarden auf nur 0,5 Milliarden Euro im Mai.

 

Moderate Abflüsse gab es dagegen bei Aktien-ETFs in Höhe von 15 Millionen Euro. Zwar setzten die Anleger wieder vermehrt auf Aktien aus den USA und Industrieländern aus dem asiatischen und pazifischen Raum, europäische und Schwellenländer-Aktien mussten aber Abflüsse verkraften. Rohstoff-ETFs wiesen ein leichtes Plus von 46 Millionen Euro auf, das gleiche gilt für Smart-Beta-ETFs. Bei ihnen flossen rund 0,4 Milliarden Euro zu.

Warum Anleger jetzt stärker auf ETFs setzen

Privatanleger setzen weiterhin und vermehrt auf Exchange Traded Funds. Das belegt eine Umfrage im Auftrag der European Bank for Financial Services ebase, bei der 1000 Privatanleger befragt wurden. Mehr als die Hälfte von ihnen erwartet in den kommenden Jahren mehr ETFs in ihren Depots. Aktuell hat zwar erst jeder fünfte Wertpapierbesitzer auch Geld in ETFs angelegt, zukünftig dürfte dieser Anteil aber steigen. 

Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung bei ebase, erklärt: „Insgesamt, also nicht nur unter den Wertpapierbesitzern, halten es knapp 20 Prozent für wahrscheinlich, dass sie in den nächsten 12 Monaten Geld in einen Aktien-ETF, wie beispielsweise auf den DAX, anlegen werden. Auch Anlagen in Renten-ETFs stehen bei vielen auf dem Plan.“ Der Grund für die vermehrte Anlage in ETFs sind die altbekannten Vorzüge der Anlageklasse. „Produktseitig sind den Anlegern bei der Auswahl der ETFs vor allem geringe Gebühren und die Bekanntheit des Anbieters wichtig“, erklärt Geyer.

 

Die mit den ETFs verbundenen Ziele sehen die Anleger vor allem im langfristigen Vermögensaufbau und der Altersvorsorge. Die Anleger suchen aber auch wegen des aktuellen Zinstiefes nach Alternativen für ihr Depot. Für den endgültigen Kauf erwarten die Privatkunden dann aber auch einiges von ihrer Bank. So wünschen sie sich sowohl die Möglichkeit von Einmalzahlungen als auch die Chance Sparpläne mit kleinen Geldbeträgen durchzuführen. Und auch bei den Banken spielen natürlich die Kosten, sprich die Gebühren, eine große Rolle. Dafür erwarten die Privatkunden eine große Auswahl an verschiedenen Anbietern, Anlageklassen und Regionen.

 

Chance für Value-Anleger

"Die aktuelle Value-Schwäche erreicht historische Extremwertel. Das ist eine Chance für Antizykliker", erklärt Norbert Keimling, Chef des Kapitalmarkt-Researchs bei Starcapital. Rund die Hälfte der globalen Aktienmärkte würden inzwischen unter ihrem fairen Niveau notieren. Wie Anleger diese Chancen nutzen können, erfahren sie im neuen ETF  Magazin 2-2019, das am 17. Juni erscheint und dann hier zum Download zur Verfügung steht. 

Besonders preiswert seien jetzt viele Schwellenländer in Osteuropa und Asien. Auch die großen europäischen Aktienmärkte lägen jetzt wieder unter ihrer fairen Bewertung.U weiterhin überteuert, Osteuropa unterbewertet US-Aktien seien dagegen weiterhin viel zu teuer. Keimling vergleicht die aktuelle Bewertung der Märkte mit einem fairen Shiller-KGV (CAPE) von 18,3 und einem faires Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,8. 

 

Der Einstieg bei Value-Aktien könnte sich lohnen: "Seit 1929 verbuchten attraktiv bewertete Value-Aktien jährlich 4,4% höhere Wertzuwächse als hoch bewertete Wachstumsunternehmen", erklärt Keimling. In den letzten Jahren hätte sich jedoch ein umgekehrtes Bild gezeigt. Wachstumswerte legten überdurchschnittlich zu und Value-Unternehmen blieben allein in den letzten 5 Jahren jährlich knapp 5% zurück.

Das war ein aussergewöhnlich düstere Phase für Value-Investoren. Seit 1929 hätten Value-Aktien nur in 14 von 1.055 monatlich rollierenden 5-Jahresperioden ähnliche oder schlechtere Renditen gebracht. In allen vergleichbar enttäuschenden Value-Perioden wurden Value-Anleger jedoch über die folgenden 5 Jahre mit jeweils zweistelligen jährliche Value-Prämien belohnt.

 

 

Erster ETF für Kuwait-Aktien

Die weißen Flecken auf der ETF-Weltkarte werden immer kleiner. Seit gestern notiert in Frankfurt der erste Kuwait-Aktien-ETF, aufgelegt von der jungen britischen ETF-Manufaktur HANetf. Vielleicht ein heißes Investment: "Kuwait ist ein Land mit enormen Potential", versichert Hector McNeil, co-CEO von HANetf. 

Das kann man durchaus so sehen. Kuwaits Wirtschaftskraft (BIP) ist bislang nur etwa ungefähr so groß wie Hamburgs oder des Sudans. Im vierten Quartal wuchs Kuwaits Wirtschaftsleistung mit einer Jahresrate von relativ bescheidenen zwei Prozent.

 

Da geht noch mehr, auch an der Börse: Die 13 Aktien im neuen KMEFIC FTSE Kuwait Equity ETF kommen zusammen auf einen Börsenwert von etwa 14,6 Milliarden Dollar. Das entspricht der Marktkapitalisierung von RWE.

 

KMEFIC FTSE Kuwait Equity UCITS ETF - Acc,

ISIN IE00BGPBVS44

Kosten p.a. 0,8 %