Spannende neue ETCs für Kupfer und Nickel

Wer vom Preisanstieg bei den Industriemetallen profitieren will, darf sich über zwei neue ETCs (Exchange Traded Commodities) von Global Palladium Fund (GPF) freuen. GPF hat jetzt die weltweit einzigen physisch besicherten ETCs für Kupfer und Nickel auf Xetra gelistet. Die neuen ETCs folgen den Preisen der beiden Metalle am Kassamarkt.

Kupfer und Nickel faszinieren Anleger bereits seit einigen Monaten mit starken Preisansteigerungen. Die Chancen stehen gut, dass die Rally weiter geht, denn bei beiden Metallen steigt die Nachfrage viel stärker, als das Angebot ausgeweitet werden kann. Hintergrund: Elektroautos brauchen viel mehr Kupfer und Nickel als die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

 

Die beiden neuen ETCs von GPF, einer Tochter der großen Minengesellschaft Norilsk Nickel, folgen den Preisen von Kupfer und Nickel am Kassamarkt. Bislang angebotene ETCs für diese Metalle bilden die Preise am Terminmarkt ab. Die sind zwar nahe an den Spotpreisen, doch die Terminkontrakte laufen immer nur für kurze Zeit. Danach muss der ETC in einen neuen Terminkontrakt wechseln. Bei diesem Wechsel entstehen häufig Rollverluste. Bei den neuen ETCs von GPF für Kupfer und Nickel kann das nicht basieren, denn aufgrund der Orientierung am Spotmarkt ist kein Kontraktwechsel  nötig.

 

GPF sichert das Vermögen der Kupfer- und Nickel-ETCs durch die Hinterlegung der entsprechenden Metallmengen in Lagerhäusern in Rotterdam. Auch das ist eine Neuheit. Andere ETC-Anbieter sichern das Vermögen ihrer Kupfer- und Nickel-ETCs mit Wertpapieren. GPF ist auch der erste ETC-Emittent, der die Blockchain-Technologie einsetzt, um den Anlegern durch die Aufzeichnung der Barreninformationen in der Distributed-Ledger-Technologie mehr Transparenz bei ihren Metall-ETCs zu bieten. 

 

Die neuen ETCs von GPF werden bereits seit einige Wochen auch an den Börsen in London, Zürich und Mailand gehandelt. Market Maker ist Flow Traders.

Mit jährlichen Gesamtkosten von 0,85 % bzw. 0,75 % liegen die neuen GPF-Metall-ETCs im Mittelfeld der bisher in Deutschland verfügbaren ETCs für Kupfer und Nickel.

 

GPF Physical Copper ETC: XS2314665447

GPF Physical Nickel ETC: XS2314660700

 

 

Nachhaltige deutsche Aktien im ETF

Investments in deutsche Aktien, aber mit Nachhaltigkeits-Filter: Das ermöglichen jetzt zwei neue ETFs von iShares und der Credit Suisse. Sie enthalten Aktien aus Dax, MDax und TecDax, die unter ESG-Aspekten hervorstechen

Für Freunde nachhaltiger Anlagemöglichkeiten, die in heimische Unternehmen investieren wollen, hat iShares sein Angebot um einen Dax-ETF mit ESG-Komponente erweitert. Der neue iShares-Dax-ESG- ETF folgt dem Dax-ESG-Target-Index. Die 30 darin enthaltenen Unternehmen werden anhand der ESG-Rating-Informationen des Research-Anbieters Sustainalytics gewichtet. Zudem sind Hersteller von  Waffen, Tabak, Kohle und Atomkraft ausgeschlossen. Die Aktien im iShares-Dax-ESG-ETF kommen nicht nur aus dem Dax-30-Index, sondern auch aus MDax und TecDax. Die jährlichen Kosten des  iShares-Dax-ESG- ETF betragen 0,12 Prozent.

 

Mit dem CSIF-Dax-50-ESG-Blue-ETF will auch die Credit Suisse eine nachhaltige Investi- tionsmöglichkeit in deutsche Top-Unternehmen bieten. Der neue CSIF-Dax-50-ESG-Blue-ETF enthält anstatt 30 Titeln die 50 größten und liquidesten deutschen Unternehmen aus Dax, MDax und TecDax, die unter ESG-Aspekten hervorstechen. Hersteller von Waffen, Tabak, Kohle und Kernenergie oder mit Geschäftsbeziehungen zum Militär werden ausgeschlossen. Die Kostenquote des CS-ETF beträgt ebenfalls 0,12 Prozent.

Weltraum und Touristik im ETF

Die Kreativität der Produktentwickler bei HANetf ist beeindruckend. Nach dem Cannabis-ETF und dem Bitcoin-ETC bringt die Londoner ETF-Manufaktur jetzt den Weltraum-ETF und einen weiteren ETF für die Zeit nach Corona. Frei nach dem Motto: Jetzt können wie endlich wieder reisen.

Noch im Juni will HANetf den ersten europäischen ETF auf Fluggesellschaften, Hotels und Kreuzfahrtschiffe an der Londoner Börse listen. Eine Notierung an der Deutschen Börse dürfte folgen. Der neue Airlines, Hotels and Cruise Lines UCITS ETF hat eine stolze Gesamtkostenquote (TER) von 0,69 Prozent und basiert auf einem neuen Index des Frankfurter Anbieters Solactive.

 

Nach Einschätzung von HANetf stehen die Chancen für die hart getroffenen Unternehmen der Reisebranche gut.  Weltweit hätten sich die Ausgaben für Freizeit- und Geschäftsreisen sich im letzten Jahr halbiert. Mit der Einführung von Covid-19-Impfstoffen und der allmählichen Lockerung der Beschränkungen dürften nach HANetf-Schätzung die Ausgaben für Freizeitreisen in diesem Jahr um 45 Prozent steigen. 

 

Ebenfalls für Juni ist das Listing des SPACE ETFs geplant. Der Themen-ETF mit dem lustigen Tickersymbol YODA soll Aktien von Unternehmen aus der Weltraumbranche enthalten, beispielsweise SpaceX, Virgin Galactic und Blue Origin. Die „Space economy“ werde in Zukunft enorme Gelder von Staaten und privaten Investoren auf sich ziehen und Wachstum generieren, erklärt HANetf.

 

Der Space-ETF wird den S-Network Space Index abbildet. Darin 80 Prozent der im Index-Unternehmen sollen mindestens die Hälfte hrer Umsätze mit Weltraumtätigkeiten erwirtschaften, bei den restlichen 20 Prozent der Indextitel darf der Umsatzanteil auch niedriger sein. Auch dieser ETF wird nicht billig sein. Die laufenden Kosten (TER) betragen nach Angaben von HANetf happige 0,75 Prozent.

 

Großanleger bauen immer stärker auf ETFs

Schlechte Nachrichten für aktive Fondsmanager: Immer mehr professionelle Investoren vertrauen auf ETFs und schichten ihr Kapital entsprechend um. Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage von TrackInsight unter 373 institutionellen Anlegern in insgesamt 18 Ländern.

57 Prozent der von TrackInsight befragten institutionellen Anleger gaben an, ETFs als Ersatz für aktive Investmentfonds zu verwenden. Im Jahr 2020 lag die ETF-Quote noch bei 39 Prozent. Diese Realität bestätige den Trend der Verlagerung von aktiv Fonds hin zu passiven Indexfonds und ETFs sowie von hohen Kosten zu niedrigen Kosten und von geringer Liquidität zu hoher Handelbarkeit, urteilen die Marktforscher von TrackInsight. 

In der Tat spielen die geringeren Kosten bei ETFs für die meisten Befragten (84 Prozent) die größte Rolle bei einem Wechsel zu passiven Indexfonds. Für rund 77 Prozent gab eine leichtere Diversifizierung den Ausschlag und 68 Prozent überzeugte die höhere Liquidität.

Ebenfalls Interessant: Bei der Frage nach den Kennzahlen, die Anleger bei der Unterscheidung zwischen einzelnen ETFs berücksichtigen, gaben 70 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass die Liquidität entweder „extrem“ oder „sehr“ wichtig ist und am Ende das ausschlaggebende Kriterium darstellt.

Die Umfrage ergab außerdem, dass rund 52 Prozent der Anleger planen, ihr Engagement vor allem in thematischen ETFs auszubauen, hier in den Bereichen Technologie und ESG.

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Zwei neue ETFs zum Thema Wasserstoff

Wasserstoff, das häufigste Element im Universum zählt auch auf der Suche nach emissionsarmen Energiequellen zu den Favoriten. Darauf setzen zwei neue Themen-ETFs der Anbieter VanEck und Legal & General.

Der VanEck Vectors Hydrogen Economy ETF investiert in einen Index aus mindestens 25 Unternehmen, die mehr als 50 Prozent ihrer Erträge entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette erwirtschaften oder entsprechende Pläne vorantreiben. Die laufenden Kosten des von dem amerikanischen ETF-Anbieter VanEck aufgelegten Wasserstoff-ETFs betragen 0,55 Prozent.

 

Die britische Fondsgesellschaft Legal & General Investment Managers (LGIM) setzt mit dem L&G Hydrogen Economy ETF ebenfalls auf das Wachstumspotential der Wasserstoff-Branche. Der zugrundeliegende Index basiert auf aktivem Research um die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette abzudecken, versichert LGIM.

 

Berücksichtigt werden unter anderem Aktien von Elektrolyseur-Herstellern, Wasserstoffproduzenten, Brennstoffzellenherstellern, sowie von Industrie- und Energieversorgungsunternehmen. Um in den L&G Hydrogen Economy ETF aufgenommen zu werden, müssen die Unternehmen eine Marktkapitalisierung von mindestens 200 Millionen US-Dollar aufweisen. Die Gesamtkostenquote des neuen Wasserstoff-ETF beträgt 0,49 Prozent.

 

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Clevere ETCs für die neue Kupfer-Hausse

Die Preise von Kupfer, Nickel und anderen Industriemetallen steigen so stark wie lange nicht mehr. Seit dem Beginn der neuen Metall-Hausse hat sich der Preis von Kupfer nahezu verdoppelt. Mit neuen Kupfer- und Nickel-ETCs von Global Palladium Fund (GPF) können Anleger profitieren. Nach Informationen des ETF Magazins will GPF die neuen ETCs noch im März an der Deutschen Börse listen. Gegenüber bisher verfügbaren Metall-ETCs sollen die Kupfer- und Nickel-ETCs von GPF einige Vorteile bieten.

Die neuen Kupfer- und Nickel-ETCs von Global Palladium Fund werden der Preisentwicklung der beiden Industriemetalle am Kassamarkt folgen und sie werden mit den entsprechenden Mengen der Metalle gesichert. Damit schafft GPF, was bislang kein anderer ETC-Anbieter leistet. Die bisher verfügbaren ETCs für Industriemetalle basieren auf Terminkontrakten und sie sichern ihr Vermögen nicht mit den Metallen, sondern mit Zinspapieren bester Bonität oder durch die Garantieerklärung einer Bank ab. 

 

Bereits im Januar listete GPF seine ersten vier ETCs an den Börsen in Frankfurt und London. Diese folgen den Preisen von Gold, Silber, Palladium und Platin und auch sie basieren auf den Preisen am Kassamarkt. Wie die angekündigten Kupfer- und Nickel-ETCs sichern auch die GPF-Edelmetall-ETCs ihr Vermögen durch die Lagerung ausreichender Mengen der Edelmetalle in Tresoren, die von Treuhändern überwacht werden, ab. Auch dabei zeigt sich GPF als Pionier: Um Bestände und Besitzrechte zu übertragen und zu dokumentieren, nutzt das Unternehmen die Blockchain-Technologie. Jede Transaktion wird damit eindeutig und unveränderbar dokumentiert. 

 

Für Investoren schlägt sich die innovative Konstruktion der ETCs nicht in höheren Kosten nieder. Im Gegenteil: Mit ihrer Verwaltungsgebühr von 0,145 Prozent beim Gold-ETC und 0,2 Prozent bei den anderen Metall-ETCs haben die neuen GPF- Zertifikate sehr wettbewerbsfähige Preise. 

 

 

2020 flossen wieder Milliarden in ETFs

Endlich ist die magische Marke von einer Billion geknackt. Zum Jahresende 2020 steckten 1041 Milliarden Euro in europäischen ETFs und börsengehandelten Zertifikaten, berechneten die Londoner ETF-Marktforscher von ETFGI. Rund 103 Milliarden Euro sammelten europäische ETFs im vergangenen Jahr ein. Damit investierten Anleger 2020 fast genau so viel Geld in ETFs wie im Vorjahr - trotz zwischenzeitlicher Abflüsse in der Corona-Krise. Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt interessante Entwicklungen. 

So konnten zwar Aktien-ETFs auch 2020  das meiste Geld anziehen. Doch in Relation zum bereits investierten (niedrigeren) ETF-Vermögen war bei den Renten-ETFs das Wachstum stärker. Sehr gefragt waren im Krisenjahr 2020 auch börsengehandelte Gold-Zertifikate (ETC). 

 

Über die Anlageklassen hinweg als große Gewinner entpuppten sich im Jahr 2020 ETFs mit Nachhaltigkeits-Fokus. 43 Milliarden Euro frisches Geld floss in diese Fonds, berechneten die Analysten des Münchner ETF-Brokers Crossflow.

 

Bemerkenswert ist auch das kräftige Wachstum des ETF-Handels an den europäischen Börsen im Jahr 2020. Insgesamt stieg das börsengehandelte ETF-Volumen in Europa im Jahr 2020 um 46 Prozent auf 828 Milliarden Dollar, zeigen Zahlen von Blackrock (iShares). Die Deutsche Börse meldete mit plus 58 Prozent sogar einen noch größeren Umsatzsprung im ETF-Handel.

 

 

Nach Einschätzung der Blackrock-Analysten erhöhte sich das Volumen des ETF-Börsenhandels dabei nicht nur durch ein allgemein belebteres ETF-Geschäft. Ein  wesentlicher Grund sei auch die geringere Bedeutung des ausserbörslichen ETF-Handels gewesen. 

Anleger lieben Bitcoin-ETF

Nicht nur der Kurs des Bitcoin geht durch die Decke, auch Kryptoinvestment-ETFs und -ETNs können sich über massive Zuflüsse freuen. So erreichte der erst Mitte 2020 deutschen Börse gelistete BTCetc Exchange Traded Bitcoin ETC bis Anfang Januar 2021 bereits ein Volumen von 150 Millionen Dollar. 

Das börsengehandelte Zertifikat (ETN) bildet den Preis des Bitcoin nach und ist mit der entsprechenden Menge Bitcoin hinterlegt. Es handelt „ohne Prämie oder Abschlag mit der Möglichkeit, es jederzeit in Bitcoin umzuwandeln“, erklären die Emittenten HANetf und ETC Group.

 

In den Vereinigten Staaten sind einige Anbieter schon viel weiter. So stecken etwa im Grayscale Bitcoin Trust inzwischen mehr als 20 Milliarden Dollar. Der Trust bezeichnet sich als erstes öffentlich gehandeltes Bitcoin-Investmentvehikel mit SEC-Genehmigung, wenngleich auch nicht als Indexfonds. Der vor sieben Jahren per Privatplatzierung gestartete Bitcoin-Trust wird an der US-OTC-Plattform OTCQX gehandelt.

ETF werden immer preiswerter

Bei börsengehandelten Indexfonds (ETF) hört der Preiskrieg nicht auf. Ende November leitete die DWS, Europas zweitgrößter ETF-Anbieter, eine neue Runde ein und senkte bei 21 ETFs die Gebühren. In diese Richtung wird es weitergehen, prognostiziert Deborah Fuhr, Chefin des Londoner ETF-Marktforschers ETFGI.

Angesichts der Summen, die in ETFs fließen, entstünde den Anbietern immer neuer Spielraum für Preissenkungen. Nach ihrer Berechnung sind schon heute 40 Prozent des weltweiten ETF-Vermögens mit Kosten von weniger als zehn Basispunkten pro Jahr belastet. Unter den in Deutschland gelisteten ETFs gibt es inzwischen deutlich über 100 ETFs mit laufenden Kosten von weniger als 0,1 Prozent im Jahr. Bei vielen wichtigen Indizes fallen sogar nur 0,05 Prozent an. Vor zehn Jahren verlangten die Anbieter für diese Indizes noch das Dreifache.

Nachhaltigkeits-ETFs beliebt wie nie zuvor

Im turbulenten Corona-Jahr greiffen europäische ETF-Anleger am liebsten zu ETFs mit nachhaltigen Investmentfokus. Das zeigt eine Auswertung des Münchner ETF-Brokers und -Beraters Crossflow, die auf Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg und auf Angaben der ETF-Anbieter bis Ende Oktober basiert. Dividenden-ETFs gezählt werden. 

Nach den Crossflow-Berechnungen packten Europas ETF-Investoren allein in den ersten zehn Monaten mehr als 21 Milliarden Euro in ESG-ETFs, überwiegend auf der Aktienseite. Die Netto-Zuflüsse der ESG-ETFs erreichten damit fast das Niveau der saldierten Zu- und Abflüsse bei allen Aktien-ETFs in diesem Jahr. Ende Oktober steckten nach Crossflow-Rechnung mehr als 47 Milliarden Euro in ESG-ETFs. Dem hätte ein Gesamtvermögen von 550 Milliarden Euro bei Aktien-ETFs aller Kategorien gegenübergestanden.

 

„Eine weitere Erfolgsgeschichte schreiben außerdem ETFs mit thematischen Indexansätzen“, berichten die Crossflow-Analysten. Besonders beliebt seien in diesem Jahr ETFs mit Aktien aus Zukunftsbranchen und dem Pharma- und Gesundheitsbereich. Sehr deutlich war auch die Vorliebe der Investoren für US-Staats- und Unternehmensanleihen. Rund 15 Milliarden Euro konnten Rentenfonds dieser Kategorien seit Jahresbeginn anziehen.

 

Euro-Anleihen konnten dagegen nur knapp vier Milliarden Euro anziehen, überwiegend im Bereich der Staatsanleihen. Bei ETFs mit Euro-Hochzinsanleihen zogen Europas Anleger in den ersten zehn Monaten sogar mehr als eine Milliarde Euro ab. Starke Abflüsse von mehr als sechs Milliarden Euro gab es auch bei den Faktor-ETFs, zu denen auch die früher beliebten 

 

Neu: Das-ETF-Magazin-Archiv

Bei der Geldanlage ist Aktualität Trumpf - aber es gibt viele Themen, die auch später noch interessant sind. Über den unten stehenden Link zu unserem Archiv können Sie jetzt auf alle ETF Magazine der letzten zwei Jahre zugreifen:

 

https://www.das-etf-magazin.de/neu-etf-magazin-archiv/ 

 

Noch einfacher geht´s zum Archiv über die Menüleiste oben.

Privatanleger kaufen mehr ETFs

Nicht nur professionelle Investoren arbeiten immer stärker mit ETFs. Auch bei privaten Anlegern gewinnen börsennotierte Indexfonds zunehmend an Beliebtheit. Das ist ein Ergebnis einer umfassenden Studie von Deutsche Bank Research und Deutschland-Monitor.

Das von privaten Anlegern in börsennotierten Indexfonds investierte Vermögen ist laut Studie inzwischen auf 35 Milliarden Euro angewachsen. Die meisten Privatanleger handeln dabei offenbar online oder über Direktbanken und investieren zunehmend über Sparpläne in ETFs. Die Marktanalyse zeigt auch, dass bei den Privaten das aktive Anlageverhalten deutlich zugenommen hat. Die DB-Research-Experten machen dafür zum einen die wachsende Auswahl an ETFs verantwortlich, die spezielle Themen oder Strategien wie zum Beispiel einzelne Branchen, Volatilitätsindizes oder Nachhaltigkeit abbilden.

 

Zum anderen würden Privatanleger ihre ETF-Anlagen vermehrt aktiv verwalten, worauf eine gestiegene Handelsaktivität hinweise. „Trotz dieser beeindruckenden Entwicklung sind ETFs allerdings noch ein Nischenprodukt – angesichts von 622 Milliarden Euro, die deutsche Privathaushalte insgesamt in Investmentfonds angelegt haben“, bemerkt Heike Mai von DB Research. Dank nicht oder sogar negativ verzinster Bankeinlagen könne sich das allerdings bald ändern

Ausgezeichnete ETFs

Interessant für qualitätsbewusste Anleger: Die Rating-Agentur Morningstar kürte in ihrer jüngsten Analyse BNP Paribas erneut zum besten ETF-Anbieter in Europa. 

Das Durchschnittsrating der Franzosen lag bei 3,93 von fünf Sternen. Rund 94 Prozent der Assets von BNP-Paribas- ETFs stecken sogar in Produkten mit Vier- oder Fünf-Sterne-Ratings. Die höchste Bewertung von fünf Sternen erzielten beispielsweise der BNPP- Easy-S&P-500-ETF oder der BNPP-Low-Carbon-100-ETF.

 

Der zweite Platz im Ranking der besten Produktanbieter ging an Vanguard. Das US- Haus bringt es im Mittel immerhin noch auf 3,71 Sterne. Die Fondsgesellschaft VanEck belegt in der aktuellen Rating-Bilanz der ETF-Anbieter Platz drei, gefolgt von State Street und Xtrackers, die unter den größten Anbietern damit die beste Platzierung erreichen konnten

Rendite mit Hanf

Nicht der Drogenrausch, sondern die Gesundheit steht im Fokus des ersten Cannabis-ETF in Europa. Der Medical Cannabis and Wellness ETF des britischen Anbieters HANetf will „das Potenzial von medizinischem Cannabis nutzbar machen“.

Der ETF investiert zu diesem Zweck in US-Aktien oder Titel aus Kanada mit entsprechender Geschäftstätigkeit. Aufgespürt werden die Aktien vom kanadischen Vermögensverwalter Purpose Investments, den HANetf als einen der „erfahrensten und erfolgreichsten Anbieter von Cannabis-Fonds in Kanada“ bezeichnet. Den von Purpose als Basis für den ETF entwickelten Index berechnet der Frankfurter Indexanbieter Solactive. Im ETF sind aktuell 15 Aktien aus allen Teilen des Cannabisökosystems, darunter Produzenten von medizinischem Cannabis sowie Lieferanten von Hydrokulturen und Biotechunternehmen. 

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Anleihen-ETFs zum Mini-Preis

Amundi bleibt in der Preisoffensive. Jetzt hat der fanzösische ETF-Anbieter fünf neue Renten-ETFs aufgelegt, deren jährliche Gebühren nur noch 0,05 Prozent betragen. 

Der Amundi Prime Euro Corporates ETF und der Amundi Prime US Corporates ETF investieren dabei in festverzinsliche auf Euro beziehungsweise US-Dollar lautende Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating. Der Amundi Prime Euro Govies ETF, der Amundi Prime US Treasury ETF sowie der Amundi Prime Global Govies ETF richten sich dagegen an Anleger, die in Staatsanleihen mit Investment-Grade-Rating investieren wollen. 

Grünes Betongold im ETF

An umweltbewusste Immobilien-Anleger richtet sich BNP Paribas Asset Management mit einen neuen börsennotierten Immobilien-ETF. Das Besondere: Der BNP Paribas Easy FTSE EPRA/NAREIT Developed Europe ex UK Green UCITS ETF investiert gezielt in europäische Immobilienunternehmen, die sich besonders stark dem Umweltschutz verschrieben haben. 

Der Fonds bildet dafür die Wertentwicklung des FTSE EPRA/-Nareit Europe ex UK Green Index ab. Zudem werden die einzelnen Investments anhand von Daten wie dem Energieverbrauch und Umweltzertifizierungen gewichtet. Gelistet ist der neue ETF an den Börsen in Paris und Frankfurt. BNP Paribas  Asset Management gehört in Europa nach eigenen Angaben inzwischen zu den drei größten Anbietern von ETFs mit einer gezielten Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und sogenannten ESG-Kriterien.

Renten-ETFs werden nachhaltig

Bislang ging es bei nachhaltigen Investments mit ETFs fast ausschließlich um Aktien. Doch langsam aber sicher kommen immer mehr nachhaltig orientierte Anleihen-ETFs auf den Markt. Jetzt stehen zwei weitere spannende ESG-Renten-ETFs zur Verfügung.

UBS Asset Management bringt einen Exchange Traded Fund, der in globale Staatsanleihen investiert und dabei ein Screening nach Nachhaltigkeitskriterien integriert. Der J.P.-Morgan-Global-Government-ESG- Liquid-Bonds-ETF enthält im Prinzip die gleichen Anleihen wie der J.P.-Morgan-Global-Government-Bond-Index, Länder, ohne  ausreichende ESG-Wertung werden allerdings ausgeschlossen. Die französische ETF-Gesellschaft Lyxor bietet unterdessen einen neuen Green-Bond-ETF an. Als Referenzindex dient hier der Solactive-Green-ESG-Bond-USD-IG-TR-In- dex, der über 300 Euro- und US-Dollar-Anleihen mit Investment-Grade-Rating umfasst, die vor allem der Finanzierung von Projekten zum Klima- und Umwelt- schutz dienen.

Gebührensenkung für deutsche ETF-Anleger

Freunde börsennotierter Indexfonds können sich wieder über Kostensenkungen freuen. Jetzt drehte der große US-Fondsanbieter Vanguard bei seinen europäischen ETFs und Indexfonds an der Gebührenschraube.

Auch in Deutschland will der weltweit zweitgrößte ETF-Anbieter 31 seiner Fonds günstiger anbieten. Im Detail sollen bei 18 Indexfonds von Vanguard und bei 13 ETFs die jährlichen Gebühren sinken. Teilweise werden die Preise der ETFs drastisch zusammengestrichen. So sollen etwa beim Vanguard- Eurozone-Government-Bond-ETF die jährlichen Kosten von 0,12 Prozent auf nunmehr 0,07 Prozent zurückgehen. Beim Vanguard-FTSE-All-World- ETF sollen die laufenden Kosten immerhin von 0,25 auf 0,22 Prozent pro Jahr fallen. Bereits jetzt zählt Vanguard bei ETFs zu den günstigsten Anbietern. Im Schnitt kosten Vanguard-ETFs 0,12 Prozent pro Jahr.

ETF-Sparpläne dürften billiger werden

Die Deutsche Börse erhebt künftig für die Ausführung von ETF-Sparplänen in ihrem elektronischen Handelssystem Xetra keine Transaktionsentgelte mehr. Auch Aufträge von Robo-Advisors sollen kostenlos ausgeführt werden. 

Ziel der Initiative sei es, „diese Anlageform noch attraktiver zu machen“, erklärte Börsen-Vorstand Hauke Stars auf der Branchenkonferenz ETF-Forum der Deutschen Börse in Frankfurt. 

 

Die Handelsgebühren der Börse sind abhängig von der Ordergröße und liegen je nach Ordervolumen zwischen 60 Cent und 24 Euro. Berechnet werden sie den Handelsteilnehmern, also vor allem den Banken. Diese werden die Einsparungen hoffentlich an ihre Kunden weitergeben.

 

Staatsanleihen-ETF zum Schnäppchen-Preis

Der US-ETF-Anbieter Invesco bringt seinen neuen Euro-Staatsanleihen-ETF gleich in fünf verschiedenen Varianten an XETRA und die Börse Frankfurt. Gemeinsam ist den ETFs jedoch eines: sehr niedrige laufende Kosten von nur 0,1 Prozent pro Jahr.

Die fünf Renten-ETFs enthalten Staatsanleihen aus Frankreich, Deutschland, Italien, der Niederlande und Spanien. Alle ETFs enthalten nur Anleihen mit einem Investment Grade-Rating von mindestens Baa3/BBB-/BBB-. Der Unterschied der fünf ETFs liegt in der unterschiedlichen Restlaufzeit der Anleihen.   

Die fünf ETFs im Überblick:

 

Name: Invesco Euro Government Bond UCITS ETF

Dieser ETF enthält Euro-Staatsanleihen aller Laufzeiten

ISIN: IE00BGJWWX56

Laufende Kosten (TER): 0,10%

Ertragsverwendung: Ausschüttend

 

Name: Invesco Euro Government Bond 1-3 Year UCITS ETF

Dieser ETF enthält Euro-Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von ein bis drei Jahren.

ISIN: IE00BGJWWY63

Laufende Kosten (TER): 0,10%

Ertragsverwendung: Ausschüttend

 

Name: Invesco Euro Government Bond 3-5 Year UCITS ETF

Dieser ETF enthält Euro-Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von drei bis fünf Jahren.

ISIN: IE00BGJWWV33

Laufende Kosten (TER): 0,10%

Ertragsverwendung: Ausschüttend

 

Name: Invesco Euro Government Bond 5-7 Year UCITS ETF

Dieser ETF enthält Euro-Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von fünf bis sieben Jahren.

ISIN: IE00BGJWWT11

Laufende Kosten (TER): 0,10%

Ertragsverwendung: Ausschüttend

 

Name: Invesco Euro Government Bond 7-10 Year UCITS ETF

Dieser ETF enthält Euro-Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von sieben bis zehn Jahren.

ISIN: IE00BGJWWW40

Laufende Kosten (TER): 0,10%

Ertragsverwendung: Ausschüttend