Neu: Das ETF Magazin Archiv

Bei der Geldanlage ist Aktualität Trumpf - aber es gibt viele Themen, die auch später noch interessant sind. Über den unten stehenden Link zu unserem Archiv können Sie jetzt auf alle ETF Magazine der letzten zwei Jahre zugreifen:

 

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Natürlich gelangen Sie ebenfalls über die Menüleiste zu den Magazinen.

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Privatanleger kaufen mehr ETFs

Nicht nur professionelle Investoren arbeiten immer stärker mit ETFs. Auch bei privaten Anlegern gewinnen börsennotierte Indexfonds zunehmend an Beliebtheit. Das ist ein Ergebnis einer umfassenden Studie von Deutsche Bank Research und Deutschland-Monitor.

Das von privaten Anlegern in börsennotierten Indexfonds investierte Vermögen ist laut Studie inzwischen auf 35 Milliarden Euro angewachsen. Die meisten Privatanleger handeln dabei offenbar online oder über Direktbanken und investieren zunehmend über Sparpläne in ETFs. Die Marktanalyse zeigt auch, dass bei den Privaten das aktive Anlageverhalten deutlich zugenommen hat. Die DB-Research-Experten machen dafür zum einen die wachsende Auswahl an ETFs verantwortlich, die spezielle Themen oder Strategien wie zum Beispiel einzelne Branchen, Volatilitätsindizes oder Nachhaltigkeit abbilden.

 

Zum anderen würden Privatanleger ihre ETF-Anlagen vermehrt aktiv verwalten, worauf eine gestiegene Handelsaktivität hinweise. „Trotz dieser beeindruckenden Entwicklung sind ETFs allerdings noch ein Nischenprodukt – angesichts von 622 Milliarden Euro, die deutsche Privathaushalte insgesamt in Investmentfonds angelegt haben“, bemerkt Heike Mai von DB Research. Dank nicht oder sogar negativ verzinster Bankeinlagen könne sich das allerdings bald ändern

Ausgezeichnete ETFs

Interessant für qualitätsbewusste Anleger: Die Rating-Agentur Morningstar kürte in ihrer jüngsten Analyse BNP Paribas erneut zum besten ETF-Anbieter in Europa. 

Das Durchschnittsrating der Franzosen lag bei 3,93 von fünf Sternen. Rund 94 Prozent der Assets von BNP-Paribas- ETFs stecken sogar in Produkten mit Vier- oder Fünf-Sterne-Ratings. Die höchste Bewertung von fünf Sternen erzielten beispielsweise der BNPP- Easy-S&P-500-ETF oder der BNPP-Low-Carbon-100-ETF.

 

Der zweite Platz im Ranking der besten Produktanbieter ging an Vanguard. Das US- Haus bringt es im Mittel immerhin noch auf 3,71 Sterne. Die Fondsgesellschaft VanEck belegt in der aktuellen Rating-Bilanz der ETF-Anbieter Platz drei, gefolgt von State Street und Xtrackers, die unter den größten Anbietern damit die beste Platzierung erreichen konnten

Rendite mit Hanf

Nicht der Drogenrausch, sondern die Gesundheit steht im Fokus des ersten Cannabis-ETF in Europa. Der Medical Cannabis and Wellness ETF des britischen Anbieters HANetf will „das Potenzial von medizinischem Cannabis nutzbar machen“.

Der ETF investiert zu diesem Zweck in US-Aktien oder Titel aus Kanada mit entsprechender Geschäftstätigkeit. Aufgespürt werden die Aktien vom kanadischen Vermögensverwalter Purpose Investments, den HANetf als einen der „erfahrensten und erfolgreichsten Anbieter von Cannabis-Fonds in Kanada“ bezeichnet. Den von Purpose als Basis für den ETF entwickelten Index berechnet der Frankfurter Indexanbieter Solactive. Im ETF sind aktuell 15 Aktien aus allen Teilen des Cannabisökosystems, darunter Produzenten von medizinischem Cannabis sowie Lieferanten von Hydrokulturen und Biotechunternehmen. 

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Anleihen-ETFs zum Mini-Preis

Amundi bleibt in der Preisoffensive. Jetzt hat der fanzösische ETF-Anbieter fünf neue Renten-ETFs aufgelegt, deren jährliche Gebühren nur noch 0,05 Prozent betragen. 

Der Amundi Prime Euro Corporates ETF und der Amundi Prime US Corporates ETF investieren dabei in festverzinsliche auf Euro beziehungsweise US-Dollar lautende Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating. Der Amundi Prime Euro Govies ETF, der Amundi Prime US Treasury ETF sowie der Amundi Prime Global Govies ETF richten sich dagegen an Anleger, die in Staatsanleihen mit Investment-Grade-Rating investieren wollen. 

Grünes Betongold im ETF

An umweltbewusste Immobilien-Anleger richtet sich BNP Paribas Asset Management mit einen neuen börsennotierten Immobilien-ETF. Das Besondere: Der BNP Paribas Easy FTSE EPRA/NAREIT Developed Europe ex UK Green UCITS ETF investiert gezielt in europäische Immobilienunternehmen, die sich besonders stark dem Umweltschutz verschrieben haben. 

Der Fonds bildet dafür die Wertentwicklung des FTSE EPRA/-Nareit Europe ex UK Green Index ab. Zudem werden die einzelnen Investments anhand von Daten wie dem Energieverbrauch und Umweltzertifizierungen gewichtet. Gelistet ist der neue ETF an den Börsen in Paris und Frankfurt. BNP Paribas  Asset Management gehört in Europa nach eigenen Angaben inzwischen zu den drei größten Anbietern von ETFs mit einer gezielten Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und sogenannten ESG-Kriterien.

Renten-ETFs werden nachhaltig

Bislang ging es bei nachhaltigen Investments mit ETFs fast ausschließlich um Aktien. Doch langsam aber sicher kommen immer mehr nachhaltig orientierte Anleihen-ETFs auf den Markt. Jetzt stehen zwei weitere spannende ESG-Renten-ETFs zur Verfügung.

UBS Asset Management bringt einen Exchange Traded Fund, der in globale Staatsanleihen investiert und dabei ein Screening nach Nachhaltigkeitskriterien integriert. Der J.P.-Morgan-Global-Government-ESG- Liquid-Bonds-ETF enthält im Prinzip die gleichen Anleihen wie der J.P.-Morgan-Global-Government-Bond-Index, Länder, ohne  ausreichende ESG-Wertung werden allerdings ausgeschlossen. Die französische ETF-Gesellschaft Lyxor bietet unterdessen einen neuen Green-Bond-ETF an. Als Referenzindex dient hier der Solactive-Green-ESG-Bond-USD-IG-TR-In- dex, der über 300 Euro- und US-Dollar-Anleihen mit Investment-Grade-Rating umfasst, die vor allem der Finanzierung von Projekten zum Klima- und Umwelt- schutz dienen.

Gebührensenkung für deutsche ETF-Anleger

Freunde börsennotierter Indexfonds können sich wieder über Kostensenkungen freuen. Jetzt drehte der große US-Fondsanbieter Vanguard bei seinen europäischen ETFs und Indexfonds an der Gebührenschraube.

Auch in Deutschland will der weltweit zweitgrößte ETF-Anbieter 31 seiner Fonds günstiger anbieten. Im Detail sollen bei 18 Indexfonds von Vanguard und bei 13 ETFs die jährlichen Gebühren sinken. Teilweise werden die Preise der ETFs drastisch zusammengestrichen. So sollen etwa beim Vanguard- Eurozone-Government-Bond-ETF die jährlichen Kosten von 0,12 Prozent auf nunmehr 0,07 Prozent zurückgehen. Beim Vanguard-FTSE-All-World- ETF sollen die laufenden Kosten immerhin von 0,25 auf 0,22 Prozent pro Jahr fallen. Bereits jetzt zählt Vanguard bei ETFs zu den günstigsten Anbietern. Im Schnitt kosten Vanguard-ETFs 0,12 Prozent pro Jahr.

ETF-Sparpläne dürften billiger werden

Die Deutsche Börse erhebt künftig für die Ausführung von ETF-Sparplänen in ihrem elektronischen Handelssystem Xetra keine Transaktionsentgelte mehr. Auch Aufträge von Robo-Advisors sollen kostenlos ausgeführt werden. 

Ziel der Initiative sei es, „diese Anlageform noch attraktiver zu machen“, erklärte Börsen-Vorstand Hauke Stars auf der Branchenkonferenz ETF-Forum der Deutschen Börse in Frankfurt. 

 

Die Handelsgebühren der Börse sind abhängig von der Ordergröße und liegen je nach Ordervolumen zwischen 60 Cent und 24 Euro. Berechnet werden sie den Handelsteilnehmern, also vor allem den Banken. Diese werden die Einsparungen hoffentlich an ihre Kunden weitergeben.

 

Staatsanleihen-ETF zum Schnäppchen-Preis

Der US-ETF-Anbieter Invesco bringt seinen neuen Euro-Staatsanleihen-ETF gleich in fünf verschiedenen Varianten an XETRA und die Börse Frankfurt. Gemeinsam ist den ETFs jedoch eines: sehr niedrige laufende Kosten von nur 0,1 Prozent pro Jahr.

Die fünf Renten-ETFs enthalten Staatsanleihen aus Frankreich, Deutschland, Italien, der Niederlande und Spanien. Alle ETFs enthalten nur Anleihen mit einem Investment Grade-Rating von mindestens Baa3/BBB-/BBB-. Der Unterschied der fünf ETFs liegt in der unterschiedlichen Restlaufzeit der Anleihen.   

Die fünf ETFs im Überblick:

 

Name: Invesco Euro Government Bond UCITS ETF

Dieser ETF enthält Euro-Staatsanleihen aller Laufzeiten

ISIN: IE00BGJWWX56

Laufende Kosten (TER): 0,10%

Ertragsverwendung: Ausschüttend

 

Name: Invesco Euro Government Bond 1-3 Year UCITS ETF

Dieser ETF enthält Euro-Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von ein bis drei Jahren.

ISIN: IE00BGJWWY63

Laufende Kosten (TER): 0,10%

Ertragsverwendung: Ausschüttend

 

Name: Invesco Euro Government Bond 3-5 Year UCITS ETF

Dieser ETF enthält Euro-Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von drei bis fünf Jahren.

ISIN: IE00BGJWWV33

Laufende Kosten (TER): 0,10%

Ertragsverwendung: Ausschüttend

 

Name: Invesco Euro Government Bond 5-7 Year UCITS ETF

Dieser ETF enthält Euro-Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von fünf bis sieben Jahren.

ISIN: IE00BGJWWT11

Laufende Kosten (TER): 0,10%

Ertragsverwendung: Ausschüttend

 

Name: Invesco Euro Government Bond 7-10 Year UCITS ETF

Dieser ETF enthält Euro-Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von sieben bis zehn Jahren.

ISIN: IE00BGJWWW40

Laufende Kosten (TER): 0,10%

Ertragsverwendung: Ausschüttend

 

ETF-Novice Tabula listet ersten ETF

Auf dem deutschen ETF-Markt gibt es einen neuen Mitspieler. Der britische Fixed-Income-Spezialist Tabula listet den ersten eigenen ETF auch in Deutschland. Der J.P. Morgan Global Credit Volatility Premium Index ETF soll Anbietern die Chance auf die Vola-Risikoprämie bieten. 

Die Strategie des Index ist etwas komplizierter. Prinzipiell verkauft er kurzfristige Optionen auf europäische und US-amerikanische High-Yield-Emittenten. Das Marktrisiko wird in einem zweiten Schritt neutralisiert. Um steigenden oder sinkenden Credit Spreads entgegenzuwirken, werden tägliche Absicherungsgeschäfte durchgeführt. Dieser Vorgang wird als Delta-Hedging bezeichnet.

 

Der ETF ist übrigens der erste von vier Tabula-ETFs, der auf XETRA gelistet werden soll. Mit dem Schritt schlage Tabula den richtigen Weg ein, meint Tabula-CEO Michael John Lytle: "Wir konzentrieren uns darauf, eine breite Palette an Fixed Income Faktoren anzubieten, die bisher nur für hoch spezialisierte Investoren zugänglich sind." Außerdem ergänzt Lytle: "Es gibt einen zunehmenden Bedarf an innovativeren Instrumenten für Fixed Income Investoren, um Risiken zu managen und die Märkte zu steuern, und wir freuen uns, dieses Produkt auch deutschen Investoren anbieten zu können."

 

ESG-ETFs bleiben gefragt

Insgesamt haben sich die Nettozuflüsse in europäische ETFs haben sich im Mai halbiert – nicht aber bei nachhaltig orientierten (ESG-) ETFs. Dort gab es starke Zuflüsse. Die Hälfte des neu investierten Kapitals floss in ESG-ETFs. Damit verzeichnete das Segment den zweitbesten Monat überhaupt. 

Nach Berechnungen von Lyxor betrugen die Zuflüsse bei den ESG-ETFs rund 897 Millionen Euro. Vor allem breit aufgestellte ESG-Fonds waren im Mai gefragt. Zwar liegt deren Anteil an dem gesamten verwalteten Vermögen bei gerade einmal zwei Prozent, seit Jahresbeginn fielen aber zwölf Prozent aller Zuflüsse auf diese ETF-Art. 

 

„Wir sind überzeugt, dass ESG-ETFs von einem größeren allgemeinen Bewusstsein für Umweltprobleme, mit denen wir alle konfrontiert sind, weiter profitieren werden“, sagte Marlène Hassine Konqui, Head of ETF Research bei Lyxor ETFs. Die wachsende Aufmerksamkeit könne laut ihr aber auch strengere Vorschriften zur Folge haben, erste Schritte seien bereits mit dem Aktionsplan "Financing Sustainable Growth" der Europäischen Union eingeleitet werden.

 

Dass im Mai die gesamten ETF-Nettozuflüsse von 3,7 Milliarden Euro im April auf 1,8 Milliarden Euro sanken, sei vor allem dem Einbruch bei Anleihe-ETFs zu verdanken gewesen. Schuld daran war ein sehr negativen Monat für Staatsanleihen aus Schwellenländern. Auch Abflüsse aus Hochzinsanleihen konnten im Barometer festgestellt werden. In Summe sanken deshalb die Zuflüsse bei Anleiheprodukten von 4,1 Milliarden auf nur 0,5 Milliarden Euro im Mai.

 

Moderate Abflüsse gab es dagegen bei Aktien-ETFs in Höhe von 15 Millionen Euro. Zwar setzten die Anleger wieder vermehrt auf Aktien aus den USA und Industrieländern aus dem asiatischen und pazifischen Raum, europäische und Schwellenländer-Aktien mussten aber Abflüsse verkraften. Rohstoff-ETFs wiesen ein leichtes Plus von 46 Millionen Euro auf, das gleiche gilt für Smart-Beta-ETFs. Bei ihnen flossen rund 0,4 Milliarden Euro zu.

Warum Anleger jetzt stärker auf ETFs setzen

Privatanleger setzen weiterhin und vermehrt auf Exchange Traded Funds. Das belegt eine Umfrage im Auftrag der European Bank for Financial Services ebase, bei der 1000 Privatanleger befragt wurden. Mehr als die Hälfte von ihnen erwartet in den kommenden Jahren mehr ETFs in ihren Depots. Aktuell hat zwar erst jeder fünfte Wertpapierbesitzer auch Geld in ETFs angelegt, zukünftig dürfte dieser Anteil aber steigen. 

Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung bei ebase, erklärt: „Insgesamt, also nicht nur unter den Wertpapierbesitzern, halten es knapp 20 Prozent für wahrscheinlich, dass sie in den nächsten 12 Monaten Geld in einen Aktien-ETF, wie beispielsweise auf den DAX, anlegen werden. Auch Anlagen in Renten-ETFs stehen bei vielen auf dem Plan.“ Der Grund für die vermehrte Anlage in ETFs sind die altbekannten Vorzüge der Anlageklasse. „Produktseitig sind den Anlegern bei der Auswahl der ETFs vor allem geringe Gebühren und die Bekanntheit des Anbieters wichtig“, erklärt Geyer.

 

Die mit den ETFs verbundenen Ziele sehen die Anleger vor allem im langfristigen Vermögensaufbau und der Altersvorsorge. Die Anleger suchen aber auch wegen des aktuellen Zinstiefes nach Alternativen für ihr Depot. Für den endgültigen Kauf erwarten die Privatkunden dann aber auch einiges von ihrer Bank. So wünschen sie sich sowohl die Möglichkeit von Einmalzahlungen als auch die Chance Sparpläne mit kleinen Geldbeträgen durchzuführen. Und auch bei den Banken spielen natürlich die Kosten, sprich die Gebühren, eine große Rolle. Dafür erwarten die Privatkunden eine große Auswahl an verschiedenen Anbietern, Anlageklassen und Regionen.

 

Chance für Value-Anleger

"Die aktuelle Value-Schwäche erreicht historische Extremwertel. Das ist eine Chance für Antizykliker", erklärt Norbert Keimling, Chef des Kapitalmarkt-Researchs bei Starcapital. Rund die Hälfte der globalen Aktienmärkte würden inzwischen unter ihrem fairen Niveau notieren. Wie Anleger diese Chancen nutzen können, erfahren sie im neuen ETF  Magazin 2-2019, das am 17. Juni erscheint und dann hier zum Download zur Verfügung steht. 

Besonders preiswert seien jetzt viele Schwellenländer in Osteuropa und Asien. Auch die großen europäischen Aktienmärkte lägen jetzt wieder unter ihrer fairen Bewertung.U weiterhin überteuert, Osteuropa unterbewertet US-Aktien seien dagegen weiterhin viel zu teuer. Keimling vergleicht die aktuelle Bewertung der Märkte mit einem fairen Shiller-KGV (CAPE) von 18,3 und einem faires Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,8. 

 

Der Einstieg bei Value-Aktien könnte sich lohnen: "Seit 1929 verbuchten attraktiv bewertete Value-Aktien jährlich 4,4% höhere Wertzuwächse als hoch bewertete Wachstumsunternehmen", erklärt Keimling. In den letzten Jahren hätte sich jedoch ein umgekehrtes Bild gezeigt. Wachstumswerte legten überdurchschnittlich zu und Value-Unternehmen blieben allein in den letzten 5 Jahren jährlich knapp 5% zurück.

Das war ein aussergewöhnlich düstere Phase für Value-Investoren. Seit 1929 hätten Value-Aktien nur in 14 von 1.055 monatlich rollierenden 5-Jahresperioden ähnliche oder schlechtere Renditen gebracht. In allen vergleichbar enttäuschenden Value-Perioden wurden Value-Anleger jedoch über die folgenden 5 Jahre mit jeweils zweistelligen jährliche Value-Prämien belohnt.

 

 

Erster ETF für Kuwait-Aktien

Die weißen Flecken auf der ETF-Weltkarte werden immer kleiner. Seit gestern notiert in Frankfurt der erste Kuwait-Aktien-ETF, aufgelegt von der jungen britischen ETF-Manufaktur HANetf. Vielleicht ein heißes Investment: "Kuwait ist ein Land mit enormen Potential", versichert Hector McNeil, co-CEO von HANetf. 

Das kann man durchaus so sehen. Kuwaits Wirtschaftskraft (BIP) ist bislang nur etwa ungefähr so groß wie Hamburgs oder des Sudans. Im vierten Quartal wuchs Kuwaits Wirtschaftsleistung mit einer Jahresrate von relativ bescheidenen zwei Prozent.

 

Da geht noch mehr, auch an der Börse: Die 13 Aktien im neuen KMEFIC FTSE Kuwait Equity ETF kommen zusammen auf einen Börsenwert von etwa 14,6 Milliarden Dollar. Das entspricht der Marktkapitalisierung von RWE.

 

KMEFIC FTSE Kuwait Equity UCITS ETF - Acc,

ISIN IE00BGPBVS44

Kosten p.a. 0,8 %

Großanleger kaufen immer öfter ETFs

Institutionelle Anleger in Europa nutzen zunehmend ETFs. Im vergangenen Jahr stieg der Anteil der börsennotierten Indexfonds im typischen Insti-Portfolio um 50 Prozent. Damit beträgt die ETF-Quote mehr als 15 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Umfrage  der Beratungsgesellschaft Greenwich Associates.

 "Nicht trotz der turbulenten Marktsituation, sondern wegen der unruhigen Märkte setzen institutionelle Anleger vermehrt auf passive Anlageprodukte", erklärt Andrew McCollum, Managing Director bei Greenwich Associates. Greenwich Associates hat 127 institutionelle Investoren zum Einsatz passiver Fonds befragt.

 

ETFs seien zunehmend beliebt, da mit ihnen Transaktionen schneller ausgeführt werden könnten, die Diversifikation einfacher und die Liquidität höher sei. Zudem böten ETFs mehr Möglichkeiten, in Nischen zu investieren.

 

Ein interessanter Aspekt ist auch der Einsatz von ETFs zur Umsetzung von Nachhaltigkeits- bzw. ESG-Strategien: So haben im vergangenen Jahr 44 Prozent der Befragten aufgrund von ESG-Vorgaben passive Produkte eingesetzt. Laut den Report werden es in den nächsten fünf Jahren sogar 50 Prozent sein, die ESG-Kriterien mittels ETFs realisieren.

 

Bislang ist ein Viertel  des Vermögens der befragten Investoren in Indexstrategien (wie ETFs) investiert. Der optimale Anteil liegt nach Ansicht der Befragten jedoch bei 37 Prozent für Aktien- bzw. 34 Prozent für Anleihenportfolios. Die Differenz erkläre sich aus "geerbten" Wertpapierpositionen, werde jedoch von Jahr zu Jahr kleiner.

 

Neuer ETF für nachhaltige Unternehmensanleihen

Mit dem neuen Easy € Corp Bond SRI Fossil Free ETF von BNP Paribas investieren Anleger in Anleihen von Unternehmen, die unsere Umwelt mit vergleichsweise wenig CO2 Emissionen belasten. Der neue BNP-ETF bildet den MSCI Euro Corporate SRI Sustainable Reduced Fossil Fuel Index von Bloomberg Barclays ab. Dieser Index enthält etwa 400 Anleihen von europäischen Unternehmen mit guter Bonität ("Investment Grade") – allerdings kommen in den Index nur Anleihen von Unternehmen, die wenig oder gar keine fossilen Energieträger verwenden.

Mit dem nachhaltig orientierten Anleihen-ETF will BNP Paribas den Vorlieben seiner Kunden Rechnung tragen. "Unsere Investoren achten bei Anlagen in Anleiheindizes zunehmend auf ihren CO2-Fußabdruck", erklärt Claus Hecher, Head of Business Development ETF und Indexlösungen bei BNP Paribas Asset Management im deutschsprachigen Raum. 

 

Der Easy € Corp Bond SRI Fossil Free UCITS ETF setzt dabei auf Unternehmen mit guter Bonität, die darüber hinaus auch im ESG-Rating von MSCI mindestens ein Rating von mehr als BBB besitzen. Je größer allerdings der CO2-Fußabdruck des Unternehmens ist, desto niedriger wird es im Index gewichtet. Firmen, die die Grundsätze der UN-Initiative Global Compact nicht einhalten oder die in Bereichen wie Alkohol, Glücksspiel, Pornografie, Tabak, Kernkraft, genmanipulierten Organismen oder Waffen tätig sind, werden ganz ausgeschlossen. Der ETF (WKN: A2N8AD) schüttet die Erträge aus und läuft in Euro. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,20 Prozent per annum. 

Dieser ETF ist bei Sparern besonders beliebt

Wenn es um einen Sparplan geht, wollen die deutschen Anleger vor allem die ETFs nicht missen. Das ergab eine Auswertung der Consorsbank, in der die 50 beliebtesten Sparpläne gelistet wurden. Der Siegeszug der ETFs wird dabei eindrucksvoll deutlich: 32 der Top-50-Positionen entfallen auf die börsengehandelten Indexfonds, allein unter die Top Ten schafften es acht ETFs. Sonst sind im Ranking noch 15 aktiv gemanagte Fonds zu finden, aber auch drei Einzelaktien schafften es in die Liste. Ebenfalls eindrucksvoll schnitten ETFs auf einen bestimmten Index ab: gleich siebenmal landete er unter den ersten dreißig Rängen.

Top-Favorit der deutschen Sparplan-Investoren ist damit der MSCI-World-Index. ETFs verschiedener Anbieter auf den Weltindex landeten auf den ersten vier Plätzen der Auswertung. Erst auf dem fünften Rang folgt ein ETF auf den deutschen Aktienindex Dax. „Den Deutschen wird die Tendenz nachgesagt, vorwiegend in den Heimatmarkt zu investieren, also dort, wo sie sich auskennen. Die Sparplanauswertung belegt diesen ‚Home Bias‘ nicht – ganz im Gegenteil“, zeigt sich Jan Ebberg, Leiter Product Management Save & Invest bei der Consorsbank, von der Offenheit der Anleger überrascht. Weitere bei ETF-Sparplänen beliebte internationale Indizes waren der MSCI Emerging Markets Index, der MSCI All Countries World Index und der MSCI World Information Technology Index.

 

Der beliebteste aktiv gemanagte Fonds im Portfolio war der DWS Top Dividende, der auf dem sechsten Rang des Rankings landete. Die drei als Sparplan verwendeten Einzelaktien waren die US-Schwergewichte Amazon, Apple und Berkshire Hathaway.  Sie landeten auf Platz 18, 30 und 34.

 

Mit Blick auf die Rendite überzeugten vor allem Fonds, ETFs und Aktien aus der Technologie-Branche. Amazon war mit einer Steigerung von 155 Prozent auf Fünfjahressicht das lohnendste Investment der Rangliste. Auf dem zweiten Platz liegt mit dem BlackRock World Technology Fund ein aktiver Fonds mit einem Plus von 47 Prozent. Der rentabelste ETF war mit dem Lyxor MSCI World Information Technology Index ebenfalls ein Produkt aus der Technologie-Branche. Er landete auf Platz vier. Unter den 20 renditestärksten Titeln tummelten sich noch 12 weitere ETFs.

 

Institutionelle Anleger setzen immer stärker auf ETFs

Professionelle Anleger verwenden immer öfter passive Fonds. Institutionelle Investoren in der EU stockten  im vergangenen Jahr ihre ETF-Quote um gut 50 Prozent auf. Damit steigt der ETF-Anteil in den Portfolios der Großanleger auf gut 15 Prozent – ein Jahr zuvor betrug der Anteil der passiven Fonds gerade einmal 7,6 Prozent. Diese Zahlen ergaben sich aus einer Befragung von 127 institutionellen Investoren, die das Research-Unternehmen Greenwich Associates durchgeführt hat.

 "Nicht trotz der turbulenten Marktsituation, sondern wegen der unruhigen Märkte setzen institutionelle Anleger vermehrt auf passive Anlageprodukte", erklärt Andrew McCollum, Managing Director bei Greenwich Associates. Der zunehmende  Einsatz der ETFs sei dabei vor allem auf drei Faktoren zurückzuführen: Volatilität, eine Revolution in der Index-Landschaft und der Trend zu nachhaltigen Investments (ESG).

 

So fürchten etwa drei Viertel der befragten Profi-Anleger eine Rezession. Die höheren Investments in passive Fonds dürften als Schutz vor Handelskriegen und Änderungen der Notenbanken dienen. Durch ETFs könnten Transaktionen schneller ausgeführt werden, die Diversifikation sei einfacher und die Liquidität höher, sagt. Greenwich Associates und zitiert einen niederländischen Portfoliomanager: "ETFs sind kosteneffizient und leicht einsetzbar, wenn ein Exposure schnell hoch- oder heruntergefahren werden soll."

 

Die auch angeführte Revolution in der Index-Landschaft bezeichnet die zunehmende Wichtigkeit der Indizes in den Portfolios der Profis. 40 Prozent der befragten Anleger tauschten dazu herkömmliche Anlagen gegen Index-Produkte aus, deren Anteil an den Portfolios nunmehr 25 Prozent beträgt. Dass diese Anzahl noch wachsen dürfte, liegt an den eigenen Vorgaben: der optimale Anteil läge laut Greenwich Associates noch deutlich höher. Die Differenz zwischen der Vorgabe und dem aktuellen Anteil würde wohl aus Altlasten unter den Assets herrühren.

 

Die Greenwich-Zahlen zeigen auch das der Trend zu nachhaltigen Investments ebenfalls den Einsatz von ETFs bei institutionellen Anlegern fördert. So haben im vergangenen Jahr 44 Prozent der befragten Portfolio-Manager aufgrund von ESG-Vorgaben passive Produkte wie ETFs eingesetzt. Die Analysten von Greenwich erwarten in den kommenden Jahren eine weitere Steigerung aufgrund des zunehmenden Umweltbewusstseins in der Branche.

Der erste Blockchain-ETF ist da

Invesco bringt jetzt einen ETF, mit dem Investoren auf Unternehmen setzen können, denen die Blockchain-Technologie neue Ertragspotenziale eröffnet. "Dieser ETF bietet Investoren Zugang zu Unternehmen, die schon heute profitabel wirtschaften, deren Aktien das zusätzliche Ertragspotenzial durch den Einsatz der Blockchain-Technologie aber noch nicht eingepreist haben”, erklärt Chris Mellor, der zuständige Produktmanager bei Invesco.

Der neue Invesco Elwood Global Blockchain UCITS ETF wurde in Kooperation mit Elwood Asset Management entwickelt, ein auf institutionelle Anlagelösungen im Bereich digitale Assets und Blockchain-Technologie spezialisiertes Unternehmen. „Die Blockchain-Technologie gibt es bereits seit zehn Jahren. Von vielen wird sie aber weiterhin nur mit Kryptowährungen in Verbindung gebracht. Dabei könnte ihr wahres Potenzial weit darüber hinaus reichen", erläutert Bin Ren, CEO von Elwood.  Insbesondere im Finanzdienstleistungssektor komme die Technologie bereits zum Einsatz, aber künftig auch in anderen Branchen. "Wir glauben, dass das Potenzial der Blockchain-Technologie immer noch deutlich unterschätzt wird – ähnlich wie beim Internet, bei dem sich die meisten anfangs nicht vorstellen konnten, zu was es neben dem E-Mail-Verkehr noch gut sein könnte”, sagt Ren.

 

Der Invesco Elwood Blockchain ETF soll die Wertentwicklung des Elwood Blockchain Global Equity Index durch die physische Replikation der Indexzusammensetzung abbilden. Der Index enthält Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern, die am Blockchain-Ökosystem partizipieren oder künftig partizipieren könnten. Er ist darauf ausgelegt, sich mit dem potenziellen Wachstum der Blockchain-Technologie weiterzuentwickeln.

 

Bislang enthält der Blockchain ETF  größtenteils aus Unternehmen, die sich in Bezug auf die Nutzung des Blockchain-Potenzials noch in der ‚Entwicklungs-‘ oder ‚Potenzial-Phase‘ befinden, also um Unternehmen, "die gut aufgestellt sind, um von den sich abzeichnenden Möglichkeiten für den Einsatz der Blockchain-Technologie zu profitieren". Mit der fortschreitenden Durchsetzung der Technologie dürften mittelfristig mehr Unternehmen mit direkten Blockchain-Erträgen im ETF zu finden sein. Die im ETF am stärksten vertretenen Branchen sind derzeit die IT mit einem Gewicht von 46%, Finanzwerte (23%). 

 

Der  Invesco Elwood Global Blockchain UCITS ETF ist bislang nur an der Londoner Börse notiert, dürfte aber in absehbarer Zeit auch in Deutschland gelistet werden.